Erstellt am 27. Oktober 2011, 15:50

Cup-Ausscheiden als weiterer Tiefschlag für Rapid. Für Fußball-Rekordmeister SK Rapid hat es am Mittwoch in einer bisher holprig verlaufenen Saison einen weiteren Tiefschlag gesetzt.

Die Hütteldorfer verabschiedeten sich durch eine 1:2-Heimniederlage nach Verlängerung gegen SV Ried bereits im Achtelfinale aus dem Cup und können damit das große Saisonziel - die Qualifikation für einen europäischen Bewerb - nur noch über die Meisterschaft erreichen.

Trainer Peter Schöttel war nach der Schlappe sichtlich gezeichnet. "Dass wir durch einen Schuss ins Kreuzeck verlieren, ist sehr bitter. Ich habe gedacht, es könnte uns für die nächsten Partien Kraft geben, wenn wir im Elferschießen gewinnen. Jetzt stehen wir wieder mit leeren Händen da, und die Situation wird dadurch nicht leichter für uns", sagte der Rapid-Trainer.

Schöttel musste zu Kenntnis nehmen, dass ein kleiner Verein wie Ried dem an Anhängern gemessen größten Club Österreichs derzeit mühelos Paroli bieten kann. "Vom Umfeld her ist Rapid weit über Ried zu stellen, aber von den derzeitigen Ergebnissen her nicht. Natürlich hat sich da das Kräfteverhältnis verschoben."

Dennoch wollte Schöttel mit seinen Spielern nicht zu hart ins Gericht gehen. "Es hat gegen Ried vom Ansatz her nicht schlecht ausgesehen, doch wir gewinnen im Moment eben die engen Partien nicht", betonte der Ex-Teamspieler. Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Samstag daheim gegen Sturm Graz. "Jetzt heißt es wieder Kräfte zu sammeln und gegen Sturm zu punkten. Wir werden diese Phase durchtauchen", versprach der 44-Jährige.

Sollte es allerdings auch gegen den regierenden Meister schiefgehen, würde sich der Druck auf Schöttel wohl weiter erhöhen. "Aber ich traue mir zu, das Ganze wieder auf einen besseren Weg zu bringen", beteuerte Rapids Rekordspieler.

Weit besser war die Stimmung naturgemäß bei Schöttels Gegenüber Paul Gludovatz. Schon in der Vorsaison hatten seine Schützlinge Rapid aus dem Cup geworfen, damals allerdings in Oberösterreich. Die Wiederholung dieses Husarenstücks gelang mit einem historischen Erfolg, schließlich gingen die Rieder erstmals in der Clubgeschichte als Sieger vom Rasen des Hanappi-Stadions.

"Mich freut das, denn man gewinnt nicht alle Tage auswärts gegen Rapid", meinte Gludovatz. Der Burgenländer sprach von einem "spannenden und guten" Duell, das lange auf Messers Schneide stand. "Jeder hätte das 2:1 machen können."