Erstellt am 05. Februar 2011, 14:58

Damen-Riesentorlauf verschoben. Weltcup-Rennen in Zwiesel konnte wegen starken Windes nicht durchgeführt werden.

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Wie ob der Wind-Vorhersage befürchtet, ist an eine Durchführung des Weltcup-Riesentorlaufs der Damen am Samstag in Zwiesel nicht zu denken gewesen. Die Verschiebung des Rennen auf Sonntag (Beginnzeiten 9.15/12.15 Uhr) bringt den Läuferinnen zusätzlichen Stress, geht doch bereits am Dienstag mit dem Super-G der erste WM-Bewerb im drei Autostunden entfernten Garmisch-Partenkirchen in Szene. Für das österreichische Team ist der Riesentorlauf ein entscheidender, gibt es doch noch etliche Fragezeichen hinter der WM-Aufstellung.

Als "ungünstig" bezeichnete Mandl die Verlegung auf Sonntag, weil für die Läuferinnen, die bereits am Dienstag um Medaillen kämpfen, nur eine kurze Pause bleibe. Allerdings war dies auch bereits vor zwei Jahren der Fall, als die Damen in Garmisch-Partenkirchen am Sonntag noch einen Super-G fuhren und dann bereits zwei Tage später in Val d'Isere den ersten WM-Bewerb. Das rot-weiß-rote Super-G-Team für die Welttitelkämpfe wird vom ÖSV nun erst am Montagmittag in Garmisch-Partenkirchen bekanntgegeben.

Aufgrund des dichten WM-Programms bliebe auch kaum Zeit, eine Qualifikation oder Testläufe im Riesentorlauf zu fahren, um das WM-Quartett bestimmen zu können. Deshalb kommt dem Rennen am Sonntag eine entscheidende Bedeutung zu. "Uns ist ja bereits Maribor abgesagt worden und es ist noch einiges offen und viel Spannung drinnen. Wir haben generell das Leistungspotenzial bei weitem nicht umsetzen können, ich traue der einen oder anderen zu, ganz vorne reinzufahren", meinte Mandl.

Die ÖSV-Damen warten in diesem Winter noch auf einen Podestplatz in dieser Disziplin, wer also am Sonntag auf das Stockerl fährt, darf fix mit der WM-Nominierung rechnen. Für Österreich gehen Eva-Maria Brem, Anna Fenninger, Andrea Fischbacher, Elisabeth Görgl, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Stefanie Köhle, Marlies Schild und Kathrin Zettel ins Rennen. Fenninger bekam gegenüber Margret Altacher den Vorzug. "Wir geben Anna die Möglichkeit, sie hat 500 Punkte und darf nach Startnummer 30 starten. Im Training ist sie sehr schnell", meinte Mandl über die Athletin, die sich in diesem Winter erfolgreich auf die schnellen Disziplinen konzentriert hat.

Altacher hingegen habe sich seit Aspen (Zwölfte) nicht mehr für den zweiten Durchgang qualifiziert und sei zuletzt bei FIS-Rennen zum Einsatz gekommen. "Da hat sie gewonnen und bewiesen, dass sie sehr gut Riesentorlauf fahren kann", sagte Mandl. Gut ist der zusätzliche Tag Pause für Kathrin Zettel, die sich ihre vor einer Woche zugezogene Rippenverletzung weiter therapeutisch behandeln lässt. Im Slalom am Freitag hatte die Niederösterreicherin trotz Schmerzen den sechsten Platz belegt.

Die Beginnzeiten des Riesentorlaufs waren am Samstag in den frühen Morgenstunden von 10.00/13.00 Uhr auf 12.15/15.00 Uhr verlegt worden, die Jury kam am Vormittag aber zu der Erkenntnis, dass eine Durchführung des Bewerbes an diesem Tag nicht möglich ist. Schon der Slalom am Freitag fand bei schwierigen Verhältnissen statt (Nebel, Wind), doch freuten sich die Organisatoren, das erste Rennen seit vier Jahren auf dem Großen Arber runtergebracht zu haben. Die 2008 angesetzten zwei Bewerbe waren Sturmtief Emma zum Opfer gefallen.