Erstellt am 11. September 2013, 00:00

„Dann komme ich stärker zurück“. Erste Liga / Mattersburg-Profi Patrick Bürger zeigt sich nach dem Kreuzbandriss wieder kämpferisch.

Spitalsaufenthalt: Bis gestern, Dienstag, war Patrick Bürger noch in Eisenstadt. Mittlerweile ist der verletzte Goaleador daheim.  |  NOEN, Foto: Fenz

Von Bernhard Fenz

Eine Nacht lang hat er ein „bissl schlechter“ geschlafen, sonst hat sich die mentale Lage bei Patrick Bürger längst stabilisiert. Abgehakt ist der Zweikampf im Training des 20. August – an jenem verflixten Dienstag. „Als es passiert ist, habe ich gemerkt, dass etwas kaputt ist. Das waren unglaubliche Schmerzen. Dann waren sie wieder weg. Klarheit ergab dann eine genaue Untersuchung.“

Drei Tage später wurde der bodenständige Realist schon am Kreuzband operiert, auch der Meniskus musste gerichtet werden. „Ich habe mich damit abgefunden, dass es so ist. Fertig.“
Mittlerweile arbeitet der 26-Jährige – so gut es eben geht – bereits am Comeback. Dieses wird sicher erst 2014 über die Bühne gehen. 2013 („ein Katastrophenjahr“) hat Bürger ohnehin schon abgeschrieben. Es gilt, die Ziele neu zu definieren. Hier schwingt der Bürger’sche Kampfgeist und die Pfeif-mich-nix-Denkweise mit, für die der Südburgenländer am Platz bekannt ist. „Was soll‘s: Dann komm ich eben noch stärker zurück.“ Bremsender Nachsatz: „Jetzt will ich aber trotzdem einmal Schritt für Schritt denken und nichts überstürzen.“

Eine unglückliche Spirale nach unten

Schließlich muss die eigene Karriere wieder nachhaltig in die nötige Balance gebracht werden. Im Vorjahr war er gegen die Ukraine, Rumänien und Deutschland noch A-Teamspieler. Nun verfolgt Bürger die WM-Quali als Patient vor dem Fernseher. „Nur Zusehen und Nichtstun fällt schwer. Ich mache es trotzdem, denn ich schau‘ mir Fußball einfach zu gerne an.“

Und: Noch im Sommer stand ein Wechsel zu Fortuna Düsseldorf im Raum. Der Absteiger in die 2. Deutsche Bundesliga hatte konkretes Interesse. Bürger: „Es gab einen Zeitpunkt, wo ein Wechsel sehr nah war.“ Letztlich klappte es aber nicht. „Nach der SVM-Absage war für mich klar, dass es im Sommer mit einem Transfer nichts mehr wird.“ Also konzentrierte sich der Stürmer wieder voll auf seine Aufgabe im Burgenland. „Ich wollte alles tun, um Mattersburg nach vorne zu schießen.“ Auch dieser Plan muss nun bis zum Frühjahr warten.