Erstellt am 21. Mai 2014, 23:59

von Bernhard Fenz

„Das Gesamtpaket ist so wie erhofft“. Andreas Ivanschitz (30) wird auch weiter in Spanien für Levante spielen. Beim Klub aus Valencia „passt alles“.

Erfolgreiche Premieren-Saison in Spanien: An-dreas Ivanschitz hat sich bei UD Levante sehr gut eingelebt.  |  NOEN, Getty Images

Österreich, Griechenland, Deutschland, Spanien. Die Karriere von Andreas Ivanschitz hat nach Rapid, Salzburg, Panathinaikos Athen sowie Mainz 05 mit UD Levante eine neue Facette erfahren.

Vorweg: Der Weg in die Primera División nach Valencia hat sich ausgezahlt. Sportlich sowieso, Siege gegen Meister und Champions League-Finalist Atletico Madrid (2:0), den Stadtrivalen FC Valencia (2:0), bei Euro-League-Champion Sevilla (3:2) oder ein 1:1 gegen den FC Barcelona sprechen für sich.

Doch nicht vor FC Valencia 

Dass der angepeilte Klassenerhalt souverän geschafft wurde, ist die wesentlichste Komponente der Saison 2013/2014. Einzig das finale Zuckerl oder der, wie es der 30-Jährige im Vorfeld des 38. Spieltags bezeichnet hatte, „letzte Ansporn“ ging sich nicht mehr aus: Nach dem 2:0-Sieg im Stadtderby (inklusive Ivanschitz-Tor) wollte man mit dem FC Valencia den großen Bruder im Endklassement hinter sich lassen – es wäre eine Premiere in der Vereinsgeschichte gewesen. Durch eine 0:1-Niederlage in Malaga (bei der Ivanschitz auf der Bank saß) und einem 2:1-Sieg Valencias gegen Celta de Vigo drehte sich das Bild doch noch knapp. Trotzdem, die Bilanz des Mittelfeldmotors fällt bei 29 Einsätzen in der Primera División (zuletzt warf ihn eine Adduktorenverletzung zurück) positiv aus: „Ich bin sehr zufrieden und habe mich in einer super Liga beweisen können.“ Das wird, so viel sei schon vorweggenommen, auch in der nächsten Saison so sein.

Bis 30. Juni 2015 läuft der Vertrag (mit Option auf ein weiteres Jahr), den der Baumgartener definitiv erfüllen möchte: „Es passt alles, ich strebe keinen Wechsel an.“ Wie es danach weitergeht? „Nächstes Jahr werden sich beide Seiten zusammensetzen.“

Neben der sportlichen Komponente ist auch privat die Eingewöhnungsphase an das neue Land längst vorüber. „Praktisch kein Mensch spricht hier englisch, von der ersten Sekunde an bist du mit Spanisch konfrontiert. Es hat ein paar Wochen gedauert, aber mittlerweile haben wir uns schon gut eingewöhnt.“

Und der ganz normale Alltag gefällt: „Wir haben ein schönes Haus am Rande von Valencia gefunden, die Stadt ist sehr interessant.“ Wir, das ist nicht nur Gattin Anja, die dem Profi vor Ort zur Seite steht. Auch die Kinder Ilia und Nahla sind natürlich dabei und schlagen – wie schon in Mainz – in einer internationalen Schule und einem Kindergarten den mehrsprachigen Weg ein.

Noch bis Ende der Woche läuft bei Levante (wo die neue Vorbereitung Mitte Juli beginnt) übrigens das Training, im Anschluss reist Andreas Ivanschitz zur Nationalmannschaft nach Seefeld, um sich auf die beiden Länderspiele am 30. Mai gegen Island und am 3. Juni in Tschechien vorzubereiten. Danach geht es bis 20. Juni retour nach Valencia, ehe das spanische Schuljahr zu Ende geht und für die gesamte Familie die Urlaubszeit beginnt. Die führt nach einer Mittelmeerkreuzfahrt auch – wie jedes Jahr – nach Hause ins Burgenland.