Erstellt am 26. März 2014, 09:54

von Bernhard Fenz

„Das hat schon eine Kraft“. Europa-Fokus | Georg Pangl will in seinem neuen Job als Generalsekretär der EPFL – der Vereinigung europäischer Profi-Fußballligen – in den nächsten Jahren für Bewegung sorgen.

Georg Pangl (48) wird künftig die Geschicke der europäschen Profi-Ligen mitlenken.  |  NOEN, Franz Baldauf (Franz Baldauf)
Von Bernhard Fenz
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Der berufliche Weg von Georg Pangl führt wieder nach Nyon. War der Stotzinger vor seiner Tätigkeit als Bundesliga-Vorstand (2004 bis 2014, Mitte Jänner wurde das Dienstverhältnis einvernehmlich beendet) bereits als Manager für die UEFA Champions League in der Schweiz engagiert, so ist sein Arbeitsplatz ab Mitte Juni erneut die Kleinstadt am Genfer See.

Ab dann läuft der unbefristete Vertrag, davor will sich der Burgenländer schon sporadisch vor Ort ein Bild machen und Vorbereitungen für den offiziellen Startschuss am 16. Juni treffen.

„In den Ferien sind wir dann eben am Genfer See. Der ist einfach nur ein bissl tiefer als der Neusiedler See…“
Georg Pangl über seinen neuen Job in der Schweiz und das Familien-Zeitmanagement

Spätestens dann wird Pangl, der sich aus einem Kandidatenfeld von 50 Personen durchsetzte und am vergangenen Freitag bei der EBFL-Hauptversammlung in Athen präsentiert wurde, als neuer Generalsekretär seine Stimme für die Vereinigung europäischer Profi-Fußballligen erheben. Gilt es doch primär, aktive Fußballpolitik für die beteiligten Vereine und Ligen zu betreiben, – quasi Kern-Mission der EPFL.

„Wir wollen uns auch ein paar Prozent aus dem großen Kuchen im europäischen Fußballverbands-Geschäft sichern, um vor allem die kleineren Ligen zu stärken. Jeder Euro mehr könnte helfen, etwa die Infrastruktur bei den Klubs zu verbessern“, ist der 48-Jährige bereits auf seine neue Aufgabe fokussiert.

Dreijahresplan bis zur ersten großen Bilanz

Pangls Vorsatz: Innerhalb eines Jahres sollen die Weichen gestellt werden – und spätestens in drei Jahren sollen gesetzte Ziele sichtbar sein. „Diesen Zeitraum braucht man, um zu lobbyieren, sich ein entsprechendes Netzwerk zu schaffen und dieses zu nützen. Künftig wollen wir gefragt werden und uns hierfür entsprechend positionieren.“ Der Job an sich sei jedenfalls eine ganz spezielle neue Herausforderung.

„Das hat schon eine Kraft, hier will ich etwas bewirken.“ Lediglich die räumliche Entfernung zu seiner Familie sei übrigens ein Nachteil. Aber: „Samstag und Sonntag bin ich daheim. Die Wochenenden werden meiner Frau und den Kindern gehören.“

EPFL – Wissenswertes

  • Offizieller Name: EPFL – European Professional Football Leagues
  • Mitglieder:
*) Österreich (Fußball-Bundesliga)
*) Aserbaidschan (Azerbaijan Professional Football League)
*) Belgien (Pro League)
*) Bulgarien (Bulgarian Professional Football League)
*) Dänemark (Divisionsforeningen)
*) England (Premier League)
*) Finnland (The Finnish Football League Association)
*) Frankreich (Ligue de Football Professionnel)
*) Deutschland (DFL/Deutsche Fußball Liga)
*) Griechenland (Super League Greece)
*) Italien (Lega Serie A)
*) Niederlande (Eredivisie)
*) Norwegen (Norsk Toppfotball)
*) Polen (Polish Professional Football League)
*) Portugal (Liga Portugal)
*) Russland (Russian Football Premier League)
*) Schottland (Scottish Professional Football League)
*) Serbien (Serbian Superliga)
*) Spanien (Liga Nacional de Futbol Profesional)
*) Schweden (Foreningen Svensk Elitfotboll)
*) Schweiz (Swiss Football League)
*) Ukraine (Ukrainian Premier League)
  • Assoziierte Mitglieder:
*) England (The Football League); Frankreich (Union des Clubs Professionnels de Football); Italien (Lega Serie B); Italien (Lega Pro); Niederlande (Federatie Betaald Voetbal Organisaties); Russland (Football National League); Russland (Association Professional Football League); Türkei (Turkish Union of Clubs)