Erstellt am 22. Januar 2014, 11:50

von Patrick Bauer

„Das ist gezielte Rufschädigung“. Regionalliga Ost / Geld unterschlagen, Spieler nicht bezahlt? Jetzt wehrt sich Neuberg-Boss Martin Konrad gegen die Gerüchte.

Unterstellungen schlagen auf's Gemüt. Obmann Martin Konrad gingen die Gerüchte in den letzten Wochen und Monaten an die Nieren. Jetzt wehrt sich der Obmann in der BVZ gegen diverse Unterstellungen gegenüber dem SV Neuberg und seiner Person. Foto: Daniel Fenz  |  NOEN, Daniel Fenz
Von Patrick Bauer

Der SV Neuberg spaltet seit jeher das Burgenland, wird der sportliche Erfolg der kleinen Gemeinde mit rund 1.000 Einwohnern aus dem Süden doch immer wieder mit Argusaugen beobachtet. Eines ist klar: Die Südburgenländer polarisieren – so stark, dass die Gerüchteküche permanent brodelt.

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Was immer wieder aufkeimt: Die Meldung, dass der Klub Probleme habe. Das veranlasste Obmann Martin Konrad – er steht im Kreuzfeuer der Kritik – an die Öffentlichkeit zu gehen.

Stolz auf Kabinenbau und Zahlungsmoral 

Schließlich ging es bei den Stammtisch-Gesprächen vor allem um seine Person. Geld von seiner langjährigen Firma soll er unterschlagen und in den Kabinenbau gesteckt haben. Spieler sollen kein Geld vom Verein bekommen haben und auch Präsident Roland Marsch muss sich immer wieder gegen diverse Anschuldigungen wehren.

Jetzt wehrt sich Konrad – und er wehrt sich lautstark, wie man das vom langjährigen Oberhaupt – seit 22 Jahren ist er Obmann des Vereins – kennt. „Was an Gerüchten und Verleumdungen in letzter Zeit so abgegangen ist, grenzt an gezielte Rufschädigung. Der Verein und ich werden diesen Dingen mit allen möglichen Mitteln nachgehen.“

„Das entbehrt jeglicher Wahrheit“

Nachsatz: „Da gibt es Gerüchte, dass ich 500.000 Euro unterschlagen und damit unser Kabinenprojekt finanziert hätte. Weiters sind Dinge im Umlauf, dass Spieler ihr Geld nicht erhalten hätten. Das entbehrt jeglicher Wahrheit.“

Der Kabinenbau sei, vom Verein als Bauträger, mit einer Eigenleistung von 82,03 Prozent und mit Unterstützung vom Hauptsponsor, Gemeinde, Land, Fußballverband und ASVÖ bewerkstelligt worden, erklärt Konrad stolz.

Auch an die Spieler soll jeder offene Betrag ausbezahlt worden sein. „Ich bin überzeugt, dass das nur wenige Klubs behaupten können.“

Sogar gerichtliche Schritte möglich 

Vor allem Neid sei ein Grund, dass solche Themen aufkeimen. „Da gehen Personen gezielt und bewusst gegen den Verein vor, um sein Ansehen zu beschmutzen. Das werden wir in naher Zukunft gerichtlich belangen, da sonst Fans, Gönner und Sponsoren verunsichert werden und der Verein unwiderruflich geschädigt wird.“

Schon im Vorjahr sei Hauptsponsor Roland Marsch auf ähnliche Weise diffamiert worden. Konrad, den eine enge Freundschaft mit Marsch verbindet, will das nicht auf sich sitzen lassen: „Wir werden versuchen, diese Leute zu finden. Das bin ich auch unserem Hauptsponsor schuldig.“