Erstellt am 15. Juni 2011, 00:00

„Der Anspruch bleibt“. REGIONALLIGA OST / Parndorf wird wieder angreifen, aber mit verändertem Kader. Trainer Simon Knöbls Zukunft ist offen.

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VON BERNHARD FENZ

Der Aufstiegstraum in die Erste Liga ist durch das Scheitern in der Relegation gegen die Vienna (0:3 auswärts, 1:2 daheim) einmal mehr geplatzt, also muss Ostliga-Meister Parndorf auch im nächsten Jahr wieder in der dritthöchsten Liga antreten.

Mit welcher Zielsetzung? Obmann Gerhard Milletich: „Unser Anspruch bleibt gleich, wir wollen mindestens einen Platz zwischen eins und drei.“

Noch besser wäre freilich der Optimalfall: Im Juni 2012 eine erfolgreiche Relegation gegen den Meister (oder aufstiegsberechtigten Vertreter) der Regionalliga West zu spielen.

Zukunftsmusik. Vorerst gilt es, den aktuellen Kader zu adaptieren, um gut gerüstet in die neue Regionalliga-Meisterschaft zu gehen.

Erste Neuzugänge könnten  aus Neusiedl kommen

Neue Kräfte für dieses Unternehmen könnten dabei aus Neusiedl am See verpflichtet werden, die Gerüchteküche brodelt. So tauchten bereits die Namen Daniel Gangl (20) und Julian Salamon (20) auf. Bei Ersterem scheinen die Gespräche bereits weit fortgeschritten zu sein, laut Milletich fehlt aber noch die Unterschrift. „Daher macht es auch keinen Sinn, etwas als fix zu vermelden.“ Und Stichwort Julian Salamon? „Er ist ein Thema.“

Insgesamt sollen es jedenfalls drei bis vier neue (externe) Akteure werden, die künftig den Kader der Ostliga bereichern sollen. Intern werden die 1B-Akteure Christoph Schneider (21) und Maximilian Wodicka (17) befördert. Aber: Unterm Strich will die Vereinsführung die Quantität von 23 Kaderspielern reduzieren.

Also wird sich auf der Abgangsseite etwas tun. Noch legte Milletich nicht alle Karten auf den Tisch, wer betroffen ist – erst will der Boss die Spieler informieren. Bestätigt hat er bis zu Redaktionsschluss, dass nach Philipp Grafl (18) auch ohne Martin Dorner (25) geplant wird. Zudem werden Goalie Markus Böcskör (29, siehe Artikel links) und Furkan Aydogdu (23) ebenfalls nicht in Parndorf bleiben. Milletich: „Mit Böcskör konnten wir uns finanziell nicht einigen. Da nun auch ein Wechsel nach Mattersburg ansteht, war klar, dass wir nicht mit einem Bundesligisten mitbieten werden.“ Nun gilt es, einen neuen Tormann zu suchen. Aydogdu wiederum will weiter oben spielen und sich verändern.

Positiv für die Nordburgenländer: Trotz Angeboten aus der Ersten Liga bleibt Jailson Severiano Alves (26) dem Verein erhalten. Der brasilianische Stürmer und Wahl-Frauenkirchener hat für zwei Jahre unterschrieben. Auch Kapitän Roman Kummerer (26) bleibt. Alles Weitere wird in den nächsten Tagen fixiert.

Dann sollte auch klar sein, ob Simon Knöbl in der neuen Saison als Chefcoach tätig sein wird. Der 32-Jährige möchte weitermachen, muss und will aber neben der Trainertätigkeit Beruf und Privatleben unter einen Hut bekommen. Gerhard Milletich ließ das Thema noch offen, im Zuge eines Gespräch soll Klarheit geschaffen werden.

Parndorfs Obmann Gerhard Milletich will auch künftig ganz vorne dabei sein.

Filip Juroszek (Mitte) und die Parndorfer standen im Zuge der Relegation wieder vermehrt im medialen Rampenlicht. Nach dem Aus will der Klub auch in der neuen Saison wieder angreifen, um ein Comeback in der Ersten Liga zu feiern.

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