Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Der Bruder wird erwachsen. BASKETBALL / Die Güssing Knights schlossen zu den Gunners auf und können sogar auf mehr Erfolg als der „große Bruder“ verweisen. Und so soll?s jetzt weitergehen.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Der Glanz der Meistersaison der Oberwart Gunners ist verblasst – übrig bleibt ein selbstkritischer, aber dennoch nicht unzufriedener Blick zurück. „Das glatte Ausscheiden gegen Wels ist natürlich enttäuschend, aber mit dem Saisonverlauf bin ich grundsätzlich zufrieden“, sagt Gunners-Manager Andreas Leitner. Tatsächlich hatte der noch immer regierende Meister wenige Runden vor Beginn der Play offs noch alle Chancen auf den zweiten Platz –  doch dann schlitterte Center Esmir Rizvic nach neun Siegen in Folge in eine Krise und mit ihm die Gunners in eine Niederlagenserie.

„Wir wissen noch nicht,  was da schief ging“

„Rizvic war einer der dominierenden Spieler der Liga und dann gelang ihm plötzlich nichts mehr“, sagt Leitner, der nun Ursachenforschung betreiben will. „Zu diesem Saisonresultat hat jeder jede Abteilung seinen Teil beigetragen. Auch das Management kann sich nicht aus der Verantwortung nehmen.“

Weit erfreulicher war die Saison für die Güssing Knights, immerhin „die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte“, sagt Obmann Didi Wagner. Teilnahme am und Austragung des Cup-Final Fours, ein Auswärtssieg im ersten Play off-Spiel überhaupt und das Erreichen der Hauptrunde eins waren die Höhepunkte für die Ritter. Damit es so weitergeht, will das Management am „Weg der Kontinuität“ bleiben: „Aco Djuric hat seinen Vertrag bereits um drei Jahre verlängert, wir wollen auch die anderen Legionäre halten“, blickt Wagner in die Zukunft. Gespräche sollen noch in dieser Woche stattfinden, bis spätestens Ende Mai soll das Team für die kommende Saison stehen. Dieser Plan könnte nur dann wanken, wenn Thomas Klepeisz ins Ausland wechselt. „Dann brauchen wir einen Guard“, weiß Wagner und hat schon die Ziele für die nächste Saison parat: „Wir wollen wieder unter die besten sechs Mannschaften kommen und kontinuierlich weiterarbeiten. Mal schauen, was sich entwickelt.“

Gunners-Coach Neno Asceric musste sich in der Saison öfter die Haare raufen.ARCHIV

Robert Langer, Wolfgang Astl, Manfred Klepeisz und Reinhard Koch in Feierlaune.