Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Der große Druck ist weg. SEGELN / Eva Maria Schimak und Lara Vadlau haben mit der Quali für die Olympischen Spiele ihr erklärtes Saisonziel erreicht. „Jetzt können wir locker ins Rennen gehen.“

Eva Maria Schimak (l.) und Lara Vadlau bei der offiziellen Verabschiedung der Segler am Sonntag im Bundesleistungszentrum Neusiedl am See. Das burgenländisch-kärntnerische Duo geht seine erste Olympia-Teilnahme völlig locker an – die Quali war bereits ein großer Erfolg.CSW  |  NOEN
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VON MARTIN IVANSICH

Als die Neusiedler Vorschoterin Eva Maria Schimak mit der Kärntner Steuerfrau Lara Vadlau im Mai bei der Segel-Weltmeisterschaft vor Barcelona als Zwölfte bei der letzten Wettfahrt durchs Ziel kam, flossen beinahe die Tränen.

„Wir waren überglücklich,  dass wir es geschafft haben“

Denn damit löste das junge 470er-Duo das Ticket für die Olympischen Spiele. „Wir hatten gehörig Druck und es war eine angespannte Segelwoche, weil wir ja lange Zeit auf das Ziel Olympia hingearbeitet haben. Fünf Tickets sind vergeben worden und sechs Teams haben darum gekämpft. Am Ende waren wir überglücklich, dass wir es geschafft haben“, so Eva Maria Schimak. Die schöne Konsequenz nach diesem Abschneiden: Somit qualifizierte sich neben den Yachtclub-Breitenbrunn-Cracks Florian Reichstädter und Matthias Schmid sowie dem Wahl-Neusiedler Andreas Geritzer auch eine burgenländische Segel-Dame für London 2012.

Während die Herren allesamt bereits mit olympischer Erfahrung nach England reisen, sind für die 24-Jährige die Spiele definitiv Neuland. Schimak feierte eine Premiere.

„Wir wollen aber nicht nur als Touristen nach England reisen. Es ist schwierig zu sagen, was unsere Erwartungshaltung und die Ziele für die Olympischen Spiele betrifft. Die Quali war ja schon sehr schwer und hat uns alles abverlangt. Unser große Plus ist jetzt einfach, dass wir locker ins Rennen gehen können. Ich glaube, dass wir vorne mitsegeln können“, gibt sich Schimak optimistisch, auch wenn sie feststellt: „Eine Medaille ist heuer noch ganz schwer zu ersegeln. Aber wir sind ein junges Team und werden wohl noch bei den einen oder anderen Olympischen Spielen dabei sein – dann wird auch eine Medaille das große Ziel sein. So wie die Konkurrenz befinden sich Schimak und Vadlau schon seit mehreren Wochen mit kurzen Pausen im Olympia-Revier, wo sie sich noch gezielter als anderswo auf die Spiele vorbereiten können.

Gemeinsames Training  mit den Routiniers

Dort profitiert man speziell von der   Zusammenarbeit innerhalb des österreichischen Segelteams. Die beiden Youngsters trainieren etwa gemeinsam mit dem 470er-Duo Matthias Schmid und Florian Reichstädter, was Schimak begeistert: „Wir können da einiges lernen und das Training pusht uns immens. Das Zusammenspiel im gesamten österreichischen Team ist hervorragend und hilft uns enorm weiter.“