Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

Der Neue heißt Simon Knöbl. PAUKENSCHLAG / Parndorfs Ex-Trainer Simon Knöbl (32) wird Hans Schneider im neuen Jahr als Geschäftsstellenleiter des Burgenländischen Fußballverbands beerben.

 |  NOEN

VON BERNHARD FENZ

Ein einstimmiger Beschluss des Präsidiums am Samstagvormittag, ein einstimmiger Beschluss des BFV-Vorstands am Montagabend, und schließlich war die Angelegenheit durch: Simon Knöbl heißt der neue Geschäftsstellenleiter des Burgenländischen Fußballverbandes.

Erst auf der Betreuerbank,  nun auf der Verbandsbühne

Der 32-jährige gebürtige Halbturner (er lebt mittlerweile in Jois) ist Fußball-Burgenland spätestens seit seinem Engagement als Trainer des SC/ESV Parndorf bekannt, im Zuge dessen Knöbl mit den Nordburgenländern einmal sogar Regionalliga-Meister wurde, aber auch zweimal den Aufstieg in die Erste Liga bei den Relegationsspielen gegen die Vienna und gegen St. Andrä verpasst hatte.

In der aktuellen Punktejagd trat Knöbl Ende September nach einer bis dato schwachen Saison und einem 0:3 bei den Rapid-Amateuren dann zurück.

Schon damals, als Anfang September die Stelle vom Verband ausgeschrieben wurde, interessierte sich der nunmehrige Ex-Coach grundsätzlich für die Tätigkeit. „Da war es aber angesichts der Trainer-Aufgabe in Parndorf natürlich kein Thema.“

Jetzt schon. Knöbl, der, wie er selbst sagt, seit Jahren im Firmenbereich für Personalführung, Budgetplanung oder Prozessoptimierung – kurzum für Projektmanagement – tätig ist, entschloss sich für den Schritt Richtung Fußballverband. Und der BFV nahm an. Aus dem Mund von Noch-Präsident Karl Kaplan hört sich das folgendermaßen an: „Es gab mehrere gute Kandidaten. Mit Simon Knöbl haben wir aber sicher den besten Griff getan – der Beschluss war einstimmig.“

Hans Schneiders künftigen Nachfolger kam hier auch die nicht vorhandene Frist zugute. Die Bewerbungszeit für die ausgeschriebene Stelle war nicht limitiert, ergo konnte sich Knöbl noch als Kandidat ins Spiel bringen. Warum die Entscheidung auf ihn fiel? Bald-BFV-Präsident Gerhard Milletich (bis zur Hauptversammlung am 3. März ist noch Karl Kaplan am Ruder, dann wird wohl der aktuelle Vizepräsident sein Amt übernehmen): „Fünf Kandidaten waren in der engeren Auswahl, mit allen wurde gesprochen. Aufgrund des Hearings hat sich dann herausgestellt, dass Knöbl am geeignetsten für den Posten ist. Er hat sich im Berufsleben profiliert und auch bewiesen, dass er Abteilungen führen kann. Zudem bin ich der Überzeugung, dass er in das jetzige Team sehr gut hineinpasst.“

Dass Knöbl unter Obmann Milletich als Trainer in Parndorf tätig war und nun unter dem neuen BFV-Boss Milletich (voraussichtlich ab Februar 2012) die Funktion des Geschäftsstellenleiters innehaben wird, dürfte Kritiker auf den Plan rufen. Milletich stellte in diesem Zusammenhang aber klar: „Den Beschluss habe ja nicht ich alleine gefasst, der war einstimmig. Die Entscheidung hat sich im Zuge des guten Gesprächs herauskristallisiert.“

„Ich erwarte mir  einen breiten Rückhalt“

Deshalb geht Knöbl auch davon aus, dass dieses Thema maximal nur ein Nebengeräusch ist: „Ich habe mich ganz normal beworben, habe beim Bewerbungsgespräch die Fragen beantwortet und dürfte scheinbar ein passender Kandidat sein. Deshalb erwarte ich mir auch einen breiten Rückhalt, da die Entscheidung ja sowohl vom Präsidium als auch vom Vorstand beschlossen wurde.“

Was künftig genau zu tun ist, davon werde sich der junge Familienvater noch ein Bild machen: „Ich kenne das Sportliche Haus und den BFV, im Detail muss ich mir das aber natürlich noch ansehen. Wichtig wird sein, rasch die Ziele zu definieren, ob und was verändert werden soll.“

 

Simon Knöbl (32) – hier präsentierte er noch als Trainer des SC/ESV Parndorf die Power-Point-Präsentation für eine seiner Spielerbesprechungen – wird neuer Geschäftsstellenleiter des Burgenländischen Fußballverbandes. Der ehemalige Meistertrainer hat sich somit zu einem Spartenwechsel im Fußballgeschäft entschieden und will künftig für frischen Wind im Sportlichen Haus am Hotterweg in Eisenstadt sorgen.

CHRISTOPHER SCHNEEWEISS