Erstellt am 16. April 2013, 10:08

Der SVM fordert das Spielglück heraus. Tipp3 Bundesliga | Erst war es gegen Salzburg ein Patzer, dann Pech. Trotz des 1:2 ist man im Mattersburger Lager zuversichtlich.

Da war die sportliche Welt des SVM noch in Ordnung: Alois Höller (vorne) drehte nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Salzburg jubelnd ab - Manuel Prietl, Michael Novak, Alex Pöllhuber und Christian Gartner (v.l.) waren ihm schon auf der Jubel-Fährte. Am Ende wurde es nichts mit einem Überraschungserfolg gegen Salzburg, der Meister drehte die Partie innerhalb von drei Minuten zum 1:2. Foto: Weller  |  NOEN, Weller
Von Bernhard Fenz

SVM und Red Bull Salzburg? Dieses Kapitel war für die Burgenländer schon einmal erfolgreicher. Und doch ist es nach dem 1:2 – der vierten Pleite im vierten Saisonduell – legitim, sich auf die Suche nach positiven Tugenden zu begeben.

Denn lange Zeit stellten die Grün-Weißen den Meister vor Probleme – auch wenn ein Schiemer-Kopfball vor der Pause an die Innenstange klatschte und von dort auf der Linie entlangrollte oder Kevin Kampl einen Stanglpass freistehend nicht im Tor unterbringen konnte. Abgesehen von diesen beiden Top-Gelegenheiten machten die Gastgeber die Räume eng, ließen praktisch nichts anbrennen. Und als dann die Burgenländer ihrerseits nach Wiederbeginn auf 1:0 stellten – Alois Höller stand nach einem Röcher-Stangenschuss für den Abpraller bereit –, roch es schon sehr nach einer handfesten Überraschung.
„Bis zum 1:1 hatten wir mehr vom Spiel“

Auch Trainer Franz Lederer sah seine Profis lange Zeit mit einer guten Leistung auftreten: „Salzburg hat keine Mittel gefunden und wir hatten bis zum 1:1 mehr vom Spiel. Bitter ist, dass mit einer Aktion dann plötzlich alles in Frage gestanden ist.“

Der Rest ist bekannt – und Höller stand im Mittelpunkt. Erst kam der Mittelfeldmotor bei einer Hierländer-Flanke im Zweikampf mit Sadio Mane zu spät, drei Minuten später lenkte er einen Freistoß unglücklich zum 1:2 ins eigene Tor ab. „Vom Spielverlauf her war es sehr bitter, vor allem auch, weil wir bis dahin taktisch diszipliniert aufgetreten sind und die Vorgaben des Trainers eingehalten haben,“ ärgerte sich der Pechvogel über die Wende des bis dahin guten Spielverlaufs.

Die Zuversicht für das nächste Spiel bei Sturm Graz (bei dem Ado Mravac nach seiner Sperre wieder zur Verfügung steht) wich aber dadurch nicht, denn: „Von der Leistung her sind wir auf einem guten Weg, dass es bald wieder mit einem Dreipunkter klappt.“

Eben dieses Leistungs-Niveau fordert Franz Lederer für Samstag erneut ein: „Wir müssen wieder die taktische Disziplin hochhalten und unnötige Fehler vermeiden.“

Dann kehrt vielleicht das Spielglück wieder zurück – wer sagt, dass sich nicht auch der SVM einmal über ein abgefälschtes Tor freuen darf?