Erstellt am 17. Oktober 2015, 20:37

von Bernhard Fenz

Der SVM schreibt wieder an. Nach zwei Niederlagen in Folge und nur einem Zähler aus den letzten drei Spielen konnte der SV Mattersburg in Ried wieder voll punkten. Das Team von Ivo Vastic setzte sich aufgrund einer engagierten Spielweise nach der Pause verdient mit 1:0 durch.

 |  NOEN, EXPA/ROLAND HACKL (APA)

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RIED – MATTERSBURG 0:1.  Beim SVM rückten Nedeljko Malic (statt Lukas Rath), Manuel Prietl (statt Mario Grgic) und Thorsten Röcher (statt des zuletzt leicht verkühlten Karim Onisiwo) in die Startformation. Augenscheinlich war von Beginn weg, dass die optische Überlegenheit der Burgenländer zwar gegeben war, offensichtlich die Absicherung in der Defensive nach zwei Pleiten mit vier Gegentoren in Folge aber ganz oben auf der To-Do-Liste stand. Dem gegenüber kämpfte eine Rieder Mannschaft, die ebenfalls auf keinen Fall in Rückstand geraten wollte.

Das Ergebnis am Platz: Wenige Chancen aus dem Spiel heraus, wenige konkrete Torraumszene. Da war ein Schuss von Patrick Möschl, der neben das Tor von Mattersburg-Gaolie Markus Kuster ging, da war ein Gavilan-Versuch aus spitzem Winkel, den der Tormann der Burgenländer parierte oder ein Volleyschuss von Dieter Elsnegg, der knapp am Mattersburger Tor vorbeiging. Einmal musste Nedeljko Malic nach einem Fehlpass von Alois Höller im Rutschen klären, um Schlimmeres zu verhindern.

Auf Seiten der Grün-Weißen fand der Ball vor der Pause zu oft nicht den Weg in die entscheidende Zone, deshalb blieben die Offensiv-Ambitionen auch öfter ohne nennenswertes Ergebnis. Einmal kam Markus Pink aus rund 20 Metern zu einem Drehschuss, das Runde landete aber zu zentral bei Rieds Tormann Thomas Gebauer.   

Entschlossenere Mattersburger im zweiten Durchgang

Signifikant für die bis dahin fehlende Durchschlagskraft im Spiel nach vorne war auch ein verheißungsvoller Ballgewinn von Thorsten Röcher unmittelbar nach Wiederbeginn, der letzte Pass konnte von den Heimischen abgefangen werden – bitter, denn hier war Platz für eine zwingende Chance vorhanden.

Generell agierten die Burgenländer in der zweiten Halbzeit aber entschlossener und dominierten das Geschehen auf dem Platz. Das Erfolgserlebnis fehlte jedoch vorerst, auch wenn es in Minute 53 nach einer Ecke zum vermeintlichen Führungstreffer kam: Markus Pink brachte den Ball im Zuge eines Gestochers im Tor unter. Referee Harald Lechner aberkannte den Treffer aber - der Linienrichter hatte Abseits angezeigt. 

Erst klopfte Perlak an, dann traf er zur Entscheidung

Den Mattersburgern wird es am Ende egal sein. Denn Grün-Weiß schaffte letztlich doch noch den Absprung von einer Nullnummern-Vorstellung zu einem konkreten Siegesteam – weil das größere Engagement zu konkreten Torgelegenheiten führte. Und eine dieser beiden großen Chancen verwertete der Aufsteiger.

Erst scheiterte Michi Perlak nach einem schönen Zuspiel von Manuel Prietl noch im Eins-gegen-Eins an Gebauer (71.), drei Minuten später wurde der Mittelfeld-Wirbelwind aber nach ein wenig Ballglück optimal von Thorsten Röcher eingesetzt, der Lupfer über den herausrutschenden Ried-Goalie war dann auch vom Allerfeinsten – 0:1.

Und weil Ried unterm Strich einfach mit zu wenig Nachdruck den Ausgleich anstrengte, spielte die Mannschaft von Trainer Ivo Vastic den knappen Vorsprung noch relativ locker nach Hause. Trotzdem: Zweimal musste Kuster noch die drei Auswärtspunkte retten – erst nach einem Sikorski-Schuss von der Seite mit dem Fuß und in der Nachspielzeit nach einem Murg-Volleyschuss mit den Händen. Am Ende durfte der SV Mattersburg jedenfalls einen verdienten Sieg feiern. Weiter geht es für den SVM nun am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen Altach. 

 

STATISTIK

RIED - MATTERSBURG 0:1 (0:0).- Torfolge: 0:1 (74.) Perlak.
Gelb: Filipovic (67., Foul), Janeczek (83., Foul); Jano (39., Unsportlichkeit), Malic (49., Foul), Röcher (50., Foul).
SR: Lechner.- Keine-Sorgen-Arena, 3.079.
Mattersburg: Kuster; Höller (59. Onisiwo), Malic, Mahrer, Maksimenko; Prietl, Jano, Perlak (87. Sprangler); Farkas, Pink, Röcher (83. Grgic).
Ried: Gebauer; Janeczek, Reifeltshammer, Filipovic; Bergmann, Trauner, Polverino (68. Murg), Krag; Elsneg, Möschl (81. Sikorski), Gavilan (68. Walch). 

STIMMEN

Michael Perlak: „Ich bin einfach nur froh, dass wir die drei Punkte eingefahren haben. Das war eines dieser Spiele, die 1:0 ausgehen müssen – es war klar, dass diese Mannschaft gewinnen kann, die das erste Tor erzielt. Wir waren in der zweiten Halbzeit aber doch eine Spur besser, deshalb war der Sieg auch verdient.“
Thorsten Röcher: „Wir haben heute wieder als Mannschaft funktioniert. Jeder ist für jeden gelaufen – das hat uns immer schon stark gemacht.“
Trainer Ivo Vastic: „Es war ein sehr schwieriger Sieg, aber ein erarbeiteter Sieg.“