Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Der erste Matchball ist möglich. TIPP3 BUNDESLIGA / Verliert der LASK bei der Austria, kann sich der SV Mattersburg gegen Innsbruck schon in die Zielgerade schießen.

Im letzten Heimspiel des SVM gegen den LASK jubelte Ilco Naumoski (er tauschte sein Trikot mit dem Ex-Mattersburger Cem Atan) nach dem Schlusspfiff im Dress der Linzer über das 1:1 sowie über die Tatsache, dass die Oberösterreicher auf Distanz gehalten werden konnten. Das 0:4 am Samstag bei Titelfavorit Sturm Graz war dann aber alles andere denn ein Mattersburger Ruhmesblatt. Trotzdem rückt der SVM fünf Runden vor Schluss dem - rechnerisch fixen - Klassenerhalt näher, denn: Dem LASK half das 1:1 gegen Ried nicht wirklich weiter. FRANZ BALDAUF  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Eine 0:4-Niederlage bei Sturm Graz ist kein Anlass zur Freude. Aber weil es um das große Ganze geht (Klassenerhalt) und der SVM noch bestens in der Spur liegt, drückt es Trainer Franz Lederer folgendermaßen aus: „So ein heftiger Ausrutscher kann einmal passieren. Öfters sollte und darf so etwas aber nicht vorkommen.“

Irgendwie war von Mattersburger Seite aus alles zu wenig an diesem Samstagabend. Weil aber Schlusslicht LASK über ein 1:1 gegen Ried nicht hinauskam, beträgt der Vorsprung auf die Linzer fünf Runden vor Schluss – bei einem deutlich besseren Torverhältnis – acht Punkte. Der LASK (dessen Zukunft angesichts der Lizenzprobleme abgesehen vom sportlichen Aspekt ungewiss ist) muss zur Wiener Austria, Mattersburg darf sich gegen Innsbruck behaupten. Gut möglich, dass der Vorsprung nach der 32. Runde noch größer wird – und dann ist die Sache bald auch rechnerisch fix.

„Von mir wird das  sicher niemand hören“

Solange Mattersburg aber noch theoretisch einholbar ist, gibt es von Trainer Franz Lederer keine Entwarnung: „Von mir wird das niemand hören, dass wir schon durch sind. Wir wollen jetzt punkten und blicken nach vorne. Erst wenn auch rechnerisch nichts mehr anbrennen kann, werden wir zur passenden Zeit ein bisschen feiern.“

Am Samstag (18.30 Uhr) ist Wacker Innsbruck zu Gast, gegen die Lederers Mannschaft in den bisherigen drei Saisonduellen ebenso oft verloren hat. „Die Innsbrucker sind eine ungute Truppe, weil sie sehr kompakt stehen, diszipliniert spielen und auf Fehler des Gegners warten. Wir müssen engagiert nach vorne agieren, dann wird auch etwas möglich sein.“ Michi Mörz (Knieprobleme) könnte wieder dabei sein, bei Patrick Farkas (er musste nach einem Tritt am Samstag vorzeitig raus) gab es Entwarnung, er wird wieder fit.