Erstellt am 10. September 2013, 18:32

Deutscher Thomas Bach ist neuer IOC-Präsident. Thomas Bach ist neuer Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Der 59-jährige Deutsche setzte sich bei der Wahl am Dienstag in Buenos Aires gegen fünf Mitbewerber durch und tritt die Nachfolge des nach zwölf Jahren abtretenden Belgiers Jacques Rogge an. Damit endete auch die dritte und letzte Entscheidung der 125. IOC-Vollversammlung mit einem Favoritensieg.

Bereits am Samstag hatte sich Tokio gegen Istanbul und Madrid in der Wahl als Veranstalter der Olympischen Sommerspiele 2020 durchgesetzt. Ringen behielt dann in der Abstimmung am Sonntag seinen Status als olympische Sportart, um den sich auch Baseball/Softball und Squash beworben hatten.

Bach wurde als neuer "Herr der Ringe" für acht Jahre gewählt und krönte damit seine Laufbahn als Sportfunktionär. Er kann 2021 noch einmal für vier weitere Jahre wiedergewählt werden.

Bach, bisher "Vize" von Rogge, ist erst der neunte Präsident in der 119-jährigen IOC-Geschichte. 22 Jahre nach seiner Aufnahme ins Internationale Olympische Komitee als ambitionierter Advokat ist Bach als erster Deutscher auf dem Gipfel der Macht angekommen.

"Ich will aus tiefem Herzen meinen Freunden danken. Das ist ein überwältigendes Zeichen des Vertrauens. Ich weiß um die große Verantwortung eines IOC-Präsidenten. Ich werde mein allerbestes tun", betonte der neu gewählte IOC-Präsident in einer ersten Stellungnahme und rief den Mitgliedern zu: "Ihr müsst wissen, meine Tür, meine Ohren und mein Herz sind immer offen."

Auf den neuen starken Mann an der IOC-Spitze kommen sofort zahlreiche Herausforderungen zu. Die Winterspiele in knapp fünf Monaten in Sotschi sind durch drohende Terroranschläge, Menschenrechtsverletzungen und das heftig kritisierte Anti-Homosexuellen-Gesetz in Russland schon jetzt schwer belastet. Substanzielle Bauverzögerungen in Rio de Janeiro sorgen das IOC vor dem Sommerspiel-Spektakel 2016 an der Copacabana.