Erstellt am 18. April 2014, 09:00

von Bernhard Fenz

Devise: Akkus laden. Erste Liga | Parndorf steckt nach drei Pleiten wieder tief(er) im Abstiegskampf – Zeit für Paul Hafner & Co., die Stimmung zu heben.

 |  NOEN, Fenz/Ivansich
Schlusspfiff. Aus. Was gleich nach dem 0:1 gegen die Vienna am Freitagabend noch wichtig war, interessiert heute niemanden mehr. Parndorf hat gegen das Schlusslicht viele Chancen nicht verwertet und einen potenziellen Strafstoß in Minute 89 an Tomas Horvath (Referee Andreas Heiß sprach nach dem Videostudium von 70:30 pro Elfer) nicht erhalten.

Fünf Punkte Vorsprung – das war einmal

Wichtig ist mittlerweile nur noch, dass das Spiel nach dem unmittelbar darauf folgenden Kontertor mit 0:1 verlorengegangen ist. Drei Niederlagen aus den letzten drei Spielen in Lustenau (0:1), in Hartberg (0:2) und gegen die Vienna (0:1) haben Spuren hinterlassen – weil auch die direkten Konkurrenten fleißig punkten konnten.

Somit ist der Polster – fünf Zähler Vorsprung nach Runde 26 auf Horn, vier auf Mattersburg, drei auf Hartberg – futsch. Entsprechend ernüchtert analysierte auch Trainer Paul Hafner den Status Quo. „Es ist sehr ernst. In dieser Liga ist alles so eng, da kann eine einzige Entscheidung den Ausschlag geben. Insofern ist die Minute 89 gegen die Vienna nach wie vor ärgerlich. Aber das müssen wir abhaken.“

„Alle sagen, die Parndorfer wird es nun erwischen. Darum müssen wir jetzt zeigen, dass wir es anders können.“
Trainer Paul Hafner will mit der Elf die Wende schaffen

Was beim SC/ESV sonst noch nötig ist, weiß der Chefcoach auch: „Psychologisch müssen wir uns an den guten Lauf Ende des Herbsts klammern und eine positive Stimmung reinbekommen. Eines ist auch klar: Damals waren wir abgeschlagen Letzter. Jetzt sind wir noch immer Achter, das ist schon ein Unterschied. Unsere Aufgabe ist es nun, in den letzten sieben Spielen diesen Tabellenplatz zu bestätigen.“

Die Leistungsbilanz muss jedoch deutlich besser werden, in den verbleibenden vier Heimspielen kalkuliert Hafner daher auch drei nötige Siege ein. Vorher geht es aber (am Karfreitag wird nicht gespielt, daher erst nächste Woche) am Dienstag auswärts in St. Pölten zur Sache.

„Wir dürfen jetzt nicht in Lethargie verfallen“

Schon dort will sich die Mannschaft, wie Roman Kummerer verrät, entsprechend „aufrappeln.“ Für den 29-jährigen Kapitän und Abwehrchef zählt jetzt vor allem: „Wir dürfen ja nicht in Lethargie verfallen, sondern müssen umso mehr zusammenrücken. Vielleicht haben einige nach den guten Ergebnissen gedacht, es geht von selbst. Das spielt es aber nicht, wir müssen beißen bis zum Umfallen.“

Nachsatz: „Und unsere Chancen wieder besser verwerten.“ Personell stehen alle Spieler zur Verfügung. Patrick Kienzl ist mit vier Gelben gefährdet.