Erstellt am 30. April 2013, 08:15

Devise: Ruhig Blut. Auch nach dem 1:2 gegen Innsbruck und dem letzten Platz verlieren die SVM-Verantwortlichen nicht die Nerven.

Interessantes Bild: Trotz der 1:2-Niederlage gegen Innsbruck war die Begeisterung der Volksschulkinder für die SVM-Profis bei der Autogrammjagd ungebrochen - wie hier im Fall von Goalie Thomas Borenitsch.  |  NOEN
Nach sechs Runden war Mattersburg als Dritter mit 12 Punkten noch sehr gut im Bundesliga-Geschäft vertreten. War.
Fünf Runden vor Schluss sind die Burgenländer nun tatsächlich Letzter, überholt von allen anderen Teams – seit Samstag auch von Wacker Innsbruck. Erstmals ist offensichtlich, was in den letzten Wochen unausgesprochen mitschwang: Der SV Mattersburg droht ernsthaft in die Erste Liga abzusteigen.

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„Vier Niederlagen sind grauslich“

Und doch hat sich bei den Verantwortlichen nach dem ersten Pleiten-Schock rasch wieder der Blick nach vorne gerichtet. „Es gibt noch fünf Spiele, drei davon daheim. Die Chance ist immer noch da und die Mannschaft kann das auch schaffen“, stellte etwa Martin Pucher gleich nach dem Schlusspfiff fest. Zugeben musste der Präsident mit einem intensiven Schnaufer aber trotzdem: „Mit dem habe ich nicht gerechnet.“ Dass die Burgenländer durch vier Niederlagen in ebenso vielen Saisonduellen mit Wacker den Tirolern Leben im Abstiegskampf eingehaucht haben, ist auch nicht nach dem Geschmack des SVM-Bosses: „Vier Niederlagen gegen Innsbruck sind grauslich.“

Trainer Franz Lederer sieht die aktuelle Lage trocken. „Jeder kann die Tabelle lesen und sieht, wo wir jetzt stehen.“ Trotzdem werde man nun nicht alles in Frage stellen oder umkrempeln, denn: „Die Mannschaft hat gegen Innsbruck ja kein Unspiel gezeigt. Leider war das Spiel nach vorne zu wenig griffig.“
Beispiele? „Zweimal tankte sich etwa Thorsten Röcher durch, da haben dann in der Mitte die Laufwege für den letzten Pass nicht gestimmt.“

Wichtig sei in der aktuellen Lage für den Coach aber auch, die Dinge „richtig einzuschätzen. Es sind noch genug Spiele zu absolvieren, außerdem stehen noch drei andere Klubs voll im Abstiegskampf.“

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Taktik-Tüftelei für das Spiel gegen Wolfsberg

Der SVM-Kader sei für die letzten Runden aber stark genug, auch wenn Patrick Bürger aufgrund einer Tätlichkeit gegen Christoph Saurer zwei Spiele zusehen muss. „Am meisten ärgert er sich selbst darüber. Emotionen sind notwendig, nur müssen sie reguliert sein. So etwas wird ihm jedenfalls nicht mehr passieren. Wir können uns aber auch ohne den Patrick teuer verkaufen.“
Am Samstag gastiert der WAC im Pappelstadion. Manuel Prietl hat seine Gelbsperre abgesessen, dafür fehlt Bürger. Lederer: „Dass Wolfsberg um die internationalen Plätze spielt, sagt alles. Wir werden uns ganz genau ansehen, welche Taktik wir wählen, um sie zu knacken – das ist das Ziel.“