Erstellt am 16. April 2016, 20:28

von Bernhard Fenz

Die Latte als Spaßbremse. Der SV Mattersburg und Altach trennten sich torlos. Dabei war speziell im Finish das Glück nicht auf Seiten der Gastgeber – etwa bei einem Lattenpendler von Nedeljko Malic.

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 MATTERSBURG – ALTACH 0:0. Das Spiel begann so wie beim 0:3 im letzten Heimspiel gegen die Admira, als Manuel Prietl die Führung vergab. Diesmal war es Florian Templ, der alleine vor Goalie Martin Kobras auftauchte, allerdings am Altach-Keeper scheiterte. So wie gegen die Admira war es danach aber auch nicht mehr die sportliche Offenbarung, was die Burgenländer auf den Rasen zauberten.

Also lösten sich die Vorarlberger aus ihrer anfänglichen Zurückhaltung und kamen zu Chancen, wie etwa einem Kofball von Jan Zwischenbrugger oder einem Schuss an die Außenstange von Patrick Salomon. An der besten Offensivszene der ersten Hälfte  war dann SVM-Tormann Markus Kuster beteiligt, als er in Minute 38 einen Schuss von Emanuel Schreiner bravourös parierte, den Abpraller knallte Salomon dann über das Tor.     

Matchball Mattersburg von der Latte an die Linie und wieder raus

 Nach der Pause präsentierten sich die Heimischen dann engagierter und wieder zielorientierter. Aber das erlösende 1:0 wollte nicht fallen – auch nicht, als Nedeljko Malic in der 79. Minute eine Jano-Flanke per Kopf Richtung Tor bugsierte: Der Lattenpendler sprang wieder aus der Gefahrenzone des Tors heraus.

Jedenfalls war es eine haarscharfe Angelegenheit, der Ball dürfte aber nicht mit vollem Umfang über der Linie gewesen sein. Zum Drüberstreuen traf der eingewechselte Julius Ertlthaler (Mitte der zweiten Halbzeit landete eine abgefälschte Flanke von Mike Novak bereits an der Latte) aus der Drehung noch die Außenstange, auf der Gegenseite tauchte Mihret Topcagic plötzlich vor dem Tor auf, sein Schuss wurde aber abgeblockt.

Weiter geht es für den SV Mattersburg am kommenden Samstag mit dem nächsten Heimspiel: Um 16 Uhr ist dann die Wiener Austria zu Gast.  
 
STATISTIK 

MATTERSBURG – ALTACH 0:0.


Gelb: Zech (40., Foul), Aigner (66., Foul), Prokopic (90., Foul).
SR: Drachta.- Pappelstadion, 2.700.
Mattersburg: Kuster; Farkas, Malic, Mahrer, Novak; Jano, Perlak, Röcher (67. Erhardt), Prietl; Templ (80. Ertlthaler), Ibser (58. Pink).
Altach: Kobras; Lienhart, Pöllhuber, Zwischenbrugger, Zech; Jäger, Prokopic; Salomon (76. Schilling), Ngwat-Mahop (81. Topcagic), Schreiner (68. Seeger); Aigner.

STIMMEN ZUM SPIEL

Michael Perlak: „Ich denke, wir haben ganz gut gespielt, einzig beim Torabaschluss hat die Präzision gefehlt. Ich gehe davon aus, dass es aber nur eine Frage der Zeit sein wird, bis auch die wieder da ist.“
 
Michael Novak: „Es hat nicht sein wollen. Dass wir kein Tor erhalten haben, ist o.k., trotzdem bin ich enttäuscht, da wir die Partie gewinnen wollten.“
 
Nedeljko Malic: „Während der Szene habe ich geglaubt, dass der Lattenpendler hinter der Linie war. Jetzt habe ich gesehen, dass das scheinbar doch nicht der Fall war. Schade darum, trotzdem muss man das Ergebnis positiv sehen.“ 

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Wir hatten gute Möglichkeiten, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Teilweise waren wir zu überhastet, teilweise hatten wir Pech, in jedem Fall war das aber eine echte Leistungssteigerung im Vergleich zur letzten Partie.“
 
Altach-Trainer Damir Canadi: „Mattersburg hatte nach drei Minuten eine sehr gute Chance, wir hatten dann im Umschaltspiel einige gute Gelegenheiten. Nach der Pause war Mattersburg sehr gefährlich, nicht zuletzt aus Standards und durch den Lattenpendler, wir hatten aber am Schluss durch Topcagic sogar noch die große Chance. Unterm Strich war das ein sehr gerechtes Unentschieden.“