Erstellt am 16. November 2011, 00:00

Die Lust auf mehr steigt. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SV Mattersburg durfte kräftig durchatmen, versuchte im Rhythmus zu bleiben und will in Innsbruck punkten.

Ende August trennten sich Mattersburg (Lukas Rath, vorne) und Wacker Innsbruck (Marco Köfler) im Pappelstadion mit 1:1. Am Samstag kommt es zum zweiten Saisonduell der beiden Mannschaften, diesmal in Tirol – ergo sind die Profis des FC Wacker auch leicht zu favorisieren.FRANZ BALDAUF  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Während der neue Teamchef Marcel Koller und das Nationalteam zuletzt täglich im Rampenlicht standen, blieben die Bundesliga-Klubs in der länderspielbedingten Meisterschaftspause mehr oder weniger unbeachtet. Es gab auch keinen Grund für vermehrte Aufmerksamkeit. Den Rhythmus beibehalten und kleinere Wehwehchen auskurieren – das war laut Trainer Franz Lederer das Hauptaugenmerk der vergangenen Woche: „Es hat gepasst.“

Der in den letzten Wochen verletzte Stefan Ilsanker feierte beim 5:0-Erfolg der Amateure gegen Amstetten ein 69-minütiges Comeback, er ist mittlerweile auch wieder ein Thema für die Profis.

Dort gibt es mit Ivan Parlov, Philipp Steiner und Manuel Seidl übrigens genügend Varianten für die Besetzung im zentralen (defensiven) Mittelfeld. Lederer wird sich noch entscheiden, wer letztlich zum Zug kommt. Aufstellungsvarianten vorab öffentlich durchzuspielen, ist aber bekanntlich nicht die Sache des Chefcoach.

„Der Respekt ist  überschaubar“

Am Samstag geht die Bundesliga für den SV Mattersburg in Innsbruck weiter. Lederer: „Die haben ähnlich viele Unentschieden wie wir am Konto, da hat wahrscheinlich auch – so wie bei uns – hin und wieder das letzte Eitzerl gefehlt. Gleichzeitig haben sie auswärts die Austria an den Rand einer Niederlage gebracht. Wir fahren mit dem nötigen Respekt nach Tirol, der Respekt ist aber trotzdem überschaubar.“ Denn der Trainer der Burgenländer ist überzeugt: „Die Mittel, dass wir sie schlagen, haben wir – ob das jetzt spielerisch, kämpferisch oder aufgrund des Gesamtpakets ist, sei dahingestellt.“

Nach dem 3:0 gegen Salzburg sollte es jedenfalls nicht an Selbstvertrauen mangeln. Präsident Martin Pucher hätte verständlicherweise „ganz gerne, dass es jetzt so weitergeht und wir vielleicht in eine kleine Serie reinkommen. Der Trend stimmt.“

Nach Innsbruck folgen schließlich noch hochinteressante Partien bis zur Winterpause: erst die zwei Duelle gegen die Wiener Großklubs (Rapid daheim am 26. November, Austria auswärts am 3. Dezember) und danach noch zwei Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten Kapfenberg (10. Dezember) und Wiener Neustadt (17. Dezember).