Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Die Pflicht sieht keine großen Sprünge vor. TIPP3 BUNDESLIGA / Auch heuer kann und will Mattersburg an der bodenständigen Transferpolitik nichts ändern.

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VON BERNHARD FENZ

Martin Pucher ist kein Mann von Worthülsen und leeren Versprechungen. Also hat das, was der Mattersburger Obmann von sich gibt, auch für die anstehende Transferzeit Gewicht. Punktuelle Adaptierungen des bestehenden Kaders wird es geben, alleine die Zahl der Veränderungen bleibt (noch) spekulativ – aus zwei Gründen, wie Pucher klarstellt: „Mit unseren wirtschaftlichen Möglichkeiten ist es nicht gerade leicht, gestandene Verstärkungen zu verpflichten. Andererseits herrscht innerhalb der Mannschaft auch ein verdammt gutes Klima. Diese beiden Komponenten gilt es zu berücksichtigen.“ Das Anforderungsprofil für Neuzugänge steht somit: „Gäbe es den einen oder anderen Spieler, bei dem wir sagen, das passt, dann könnte sich etwas tun.“ Von der Position her wäre vor allem eine neue Kraft in der Innenverteidigung und (links) im Mittelfeld kein Nachteil.

Denn getan hat sich bereits etwas – auf der Abgangsseite. So wird Peter Chrappans Arbeitsplatz künftig nicht mehr in Mattersburg sein, der Kontrakt des 26-jährigen Abwehrspielers wurde nicht mehr verlängert. Verlängert, beziehungsweise mit neuen Verträgen ausgestattet, wurden hingegen Alex Pöllhuber (26), Toni Pauschenwein (30) und Manuel Seidl (22). Auch Robert Waltner (33) bleibt ein Grün-Weißer. Er hatte aufgrund seines auslaufenden Deals die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und den Verein zu verlassen. Der ungarische Stürmer (Trainer Franz Lederer: „Was Mario Haas für Sturm Graz ist, ist Robert Waltner für uns – er ist immer für Tore gut und hat uns ganz wichtige Partien gewonnen.“) entschied sich aber zu bleiben.

Noch ohne neuen Vertrag ist Routinier Markus Schmidt. Dieses Thema ist für Pucher aber nur „Formsache“. Der 34-Jährige will weitermachen, nach der Urlaubszeit wird die Angelegenheit unter Dach und Fach gebracht. Bei Legionär Ivan Parlov (27) wurde die Option, bis 31. Mai war Zeit, bei Redaktionsschluss zwar noch nicht gezogen – das sollte aber gestern, Dienstag, über die Bühne gegangen sein.

Fragezeichen hinter  Thomas Salamon

Abwanderungsgedanken hat hingegen Thomas Salamon. Der 22-jährige Mittelfeldspieler verfügt über einen laufenden Vertrag, er kam aber auf zu wenig Einsatzzeiten und sondiert laut Pucher nun den Markt: „Noch ist nichts entschieden – das hängt auch vom Angebot und der Gesamtsituation ab.“

Gerüchte, wonach Konkurrent Wiener Neustadt bereits konkretes Interesse gezeigt haben soll, dementierte der Obmann: „Ein offizielles Neustädter Angebot hat es bislang nur für Robert Waltner gegeben.“

SVM-Obmann Martin Pucher schloss große Veränderungen aus.

BALDAUF

Der 18-jährige Patrick Farkas (l.) ist eine jener Zukunftshoffnungen im Dress des SVM, die längst zum Stamm der Burgenländer zählen.FRANZ BALDAUF

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