Erstellt am 02. Oktober 2015, 06:37

von Bernhard Fenz

Die Spitzengruppe steht am Spiel. Mattersburg empfängt die Admira – dabei geht es auch darum, den Anschluss nach ganz oben halten zu können.

Symbolhaft: Salzburgs Ausnahmekönner Jonathan Soriano jubelte beim 4:2 gegen Mattersburg ganze viermal. Die grün-weißen Gegner (im Bild Alois Höller) kamen da klarerweise zum Verzweifeln. Foto: Gepa  |  NOEN, GEPA pictures/Felix Roittner
Wer bittesehr hat Interesse an der zweiten Tabellenhälfte, wenn es doch weiter vorne so schön sein kann? Mattersburg gegen Admira, das ist am Samstag ein Duell der Bundesliga-Blitzlichter.



Der SVM hat die Rolle des Aufsteigers bislang bravourös gemeistert und lauert nur zwei Punkte hinter dem Zweiten, Salzburg, auf eine Top-Platzierung.

Die Admira wiederum mischt trotz zweier Pleiten in Folge das Feld nach wie vor als saisonale Überraschung auf – eigentlich hatten die Südstädter vor Runde eins im Kollektiv bereits den Fixabsteiger-Stempel verpasst bekommen.

Das direkte Duell zwischen den beiden Teams kann nun insofern wegweisend sein, als sich die Kurve bei einem Punkteverlust langsam von der Spitzengruppe wegbewegen könnte. SVM-Trainer Ivo Vastic erwartet sich jedenfalls einen „defensiv sehr stabilen und guten“ Gegner, der „vorne nicht viele Chancen“ benötigt, um zum Torerfolg zu kommen.

Zu gut kann sich der grün-weiße Cheftrainer an das erste Duell 2015/2016 Anfang August in der Südstadt erinnern, als die tatsächlich eher defensiv agierenden Niederösterreicher durch Effizienz glänzten und letztlich 2:1 siegten.

Erstes Duell seit dem Tag des SVM-Abstiegs

Was der SV Mattersburg im Gegenzug tun müsse, steht so oder so schon vorab fest: Im Wesentlichen nicht mehr und nicht weniger als in den bisherigen vier Heimspielen, die allesamt gewonnen wurden. Angesagt ist aktiv zu sein, zu pressen, zielstrebige Offensivaktionen zu zeigen und vollste Konzentration im Defensivverhalten an den Tag zu legen. Kurzum: „Wir wollen daheim unser gewohntes Spiel durchziehen.“

Das hat bislang gepasst – und dessen ist sich auch Admira-Trainer Oliver Lederer bewusst. Nicht umsonst sagte er nach der 0:1-Niederlage gegen Sturm Graz: „Die Festung Pappelstadion ist schwer einzunehmen. Das Sturm-Spiel hat aber gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind.“

In der Lage war die Admira dazu vor knapp zweieinhalb Jahren, dem letzten Duell im Pappelstadion: Damals siegten die Niederösterreicher in der letzten Runde mit 1:0, stiegen dadurch nicht ab und bugsierten wiederum Grün-Weiß überraschend in die Erste Liga.

Umschaltspiel funktionierte nicht mehr so gut

Schnee von (vor)gestern. Trotzdem gilt es auf Seiten des SVM auch diesmal gewisse Mängel zu vermeiden, um erfolgreich abzuschneiden.

Noch im Hinterkopf sind hier etwa zumindest zwei Gegentreffer beim 2:4 in Salzburg, bei denen der Raum vor der Viererkette (an sich das Hoheitsgebiet von Manuel Prietl und Jano) mangelhaft abgedeckt war – Jonathan Soriano und seine Mitspieler nutzten den ungewohnt üppigen freien Platz vor dem Sechzehner aus, um die Basis für Tore zu legen.

Vastic: „Das wurde beinhart bestraft. In diesen Situationen hätten wir die Räume schließen müssen, Salzburg hat das aber auch sehr gut genutzt.“ Gleichzeitig funktionierte das schnelle Umschaltspiel nicht mehr so, wie phasenweise in Halbzeit eins, als die Burgenländer nach 0:1-Rückstand mit 2:1 in Führung gegangen waren.

Was sich bis zum Spieltag personell beim SV Mattersburg noch tun könnte, ließ Vastic zu Wochenbeginn offen. Eventuell geht es sich bei Thorsten Röcher, der am 13. September beim 2:0 gegen Sturm mit einem Problem im Adduktoren-/Oberschenkelbereich ausgeschieden war, mit einer Rückkehr aus. Verteidiger Nedeljko Malic – er musste in Salzburg mit einer Muskelverhärtung vorzeitig vom Platz gehen – bleibt fraglich.