Erstellt am 11. März 2015, 07:05

von Bernhard Fenz

Dieser Hit kann zum Etappensieg werden. Mattersburg hat die Chance, Verfolger LASK beim direkten Duell am Freitag um vier Punkte abzuschütteln.

Starker Lauf: Ivica Vastic konnte in den letzten vier Spielen viermal die Siegesfaust ballen. Fotos: CS  |  NOEN, CS
SVM gegen den LASK, das ist am Freitag um 20.30 Uhr nicht das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft, aber allemal eine sehr wichtige Angelegenheit, um sich für die Zielgerade zu positionieren.

Unglückliches Eigentor bei Heimpleite im Herbst

39 Punkte sind dann in den verbleibenden 13 Runden noch zu holen – und da könnte ein Mattersburger Dreier im direkten Duell schon guttun. „Natürlich werden wir alles daran setzen, um zu gewinnen“, legt Trainer Ivica Vastic die Marschroute fest.

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Was ihn zuversichtlich macht: „Der jüngste Lauf von vier Siegen in Folge zeigt, dass wir uns in einer guten Verfassung befinden. Außerdem war die letzte Leistung gegen den LASK sehr gut, obwohl wir verloren haben.“

Im Oktober unterlag Mattersburg im Pappelstadion mit 0:1 – ein unglückliches Eigentor von Lukas Rath, ein vergebener Jano-Elfer in der Nachspielzeit und eine verhaute Topchance Sekunden vor dem Abpfiff waren da die Eckpfeiler. „Und wir sind sehr dominant aufgetreten, das wollen wir jetzt wiederholen.“

„Daran gearbeitet, die Situation zu erkennen“

In einem Atemzug mit dem dominanten Auftreten kann mittlerweile das intensivierte Offensiv-Pressing der Grün-Weißen genannt werden. Auffallend: Die Mattersburg-Profis laufen an vorderster Front nicht unnütz ins Leere, sondern agieren effektiv.



Michael Novak, der bislang keine Minute verpasste und links in der Viererkette gesetzt ist, konkretisiert: „Wir haben vermehrt daran gearbeitet, dass wir gerade beim Pressing die Situation erkennen und dann im Kollektiv dabei sind. Natürlich ist das frühe Attackieren ein gutes Mittel, um den Gegner mit dem Ball möglichst weit weg von der eigenen Gefahrenzone zu halten.“

„Jeder Zuschauer zählt. Ich hoffe, dass wir
viele Fans mobilisieren können – das wäre
eine Extramotivation für uns.“
SVM-Trainer Ivo Vastic vor dem Hit gegen
den LASK

Vom Spiel her erwartet sich der Kärntner übrigens eine ausgeglichene und offene Begegnung – das könnte den Burgenländern auch Räume bieten. „Beide Mannschaften werden hinten gut stehen, trotzdem treffen hier zwei Teams aufeinander, die Fußballspielen wollen und sich nicht hinten reinstellen.“

Gegen Hartberg oder auch in St. Pölten (hier geht's zum BVZ.at-Spielbericht vom vergangenen Freitag) sei das von Gegnerseite anders gewesen: „Da haben sich wenig Räume geboten.“

Statistisch hat der LASK mehr Druck

Zur Ausgangslage vor dem Schlager: Rein statistisch stehen die Linzer mehr unter Druck. Im Herbst gewann der Aufsteiger beide Partien gegen Mattersburg – und verhinderte so Schlimmeres.

Zur Erinnerung: Die bisherige Saison-Bilanz des SVM gegen die beiden Top-Teams Liefering (darf bekanntlich nicht aufsteigen) und LASK ist mit null Punkten aus vier Spielen verheerend. Trotzdem liegen die Burgenländer vorne – demnach stehen die Oberösterreicher unter Zugzwang. Nicht auszudenken, was los sein könnte, wenn Mattersburg gewinnt und die bisherige starke Bilanz gegen die restliche Konkurrenz beibehalten kann.

Trotzdem fällt das alles in die Rubrik „Spekulation“ – und darauf lässt sich Mattersburg-Boss Martin Pucher traditionell nicht ein. Er sagt vorab: „Ich freue mich auf ein interessantes Spitzenspiel.“ Zielsetzung: „Aufgrund der Tabellensituation ist natürlich Spannung und Brisanz im Spiel. Die Meisterschaft dauert aber noch sehr lange, es geht jetzt um eine gute Ausgangslage für die weiteren Runden.“

Im März freut sich der Boss über 5.000 Fans

Zuschauerwunsch des Klubchefs? „Im Herbst hatten wir das erste Spiel in Linz, das zweite in Mattersburg. Jetzt ist es umgekehrt, wir spielen am 8. Mai in Oberösterreich. Wäre dieser Termin – fünf Runden vor Schluss – unser Heimspiel gewesen, mit einer ähnlichen Ausgangslage, hätte ich mich über 10.000 Zuschauer gefreut. Nachdem wir jetzt erst Mitte März haben, würde ich diesen Besucherwunsch halbieren.“

Nachsatz: „Gerade jetzt ist das alles aber auch immer sehr wetterabhängig. Sollte es zu kalt sein, kommen einfach deutlich weniger Leute.“

Stimmen zum St. Pölten-Spiel:

„Das war eindrucksvoll, wie wir das Spiel umgedreht haben. Es spricht für unseren ausgeglichenen Kader, dass etwa ein Thorsten Röcher von der Bank kommt und das Siegestor macht - das freut mich auch speziell für ihn.“
Trainer Ivica Vastic

„Wir haben verdient gewonnen, weil wir vor allem nach dem Ausgleich sehr dominant gespielt haben - eine reife Leistung von uns.“
Tormann Markus Kuster

„Es war ein knappes Spiel, das wir aber verdient für uns entschieden haben. Nach der Pause hätten wir die Konter besser fertigspielen müssen, dann wäre die Entscheidung früher fixiert gewesen.“
Kapitän Patrick Farkas