Erstellt am 04. Mai 2016, 06:14

von Bernhard Fenz

Diskussion um Liga: „Vom Format das Richtige“. Burgenlands Verbandsboss Gerhard Milletich feierte seinen 60er und begrüßt die Pläne für die zweite Leistungsstufe.

Jubilar: BFV-Präsident und Parndorf-Obmann Gerhard Milletich wurde 60. Foto: zVg/Korlath  |  NOEN, zVg/Korlath

Vergangene Woche feierte die Crew des SC/ESV Parndorf ihren Obmann Gerhard Milletich, am Samstagabend bat der Verlags-Herausgeber, Schau-TV-Chef und BFV-Präsident dann die weiteren Säulen seines beruflichen und privaten Lebens zur Feier.

Seit Sonntag ist Gerhard Milletich 60 Jahre alt, und der Parndorfer zeigt sich darüber betont entspannt: „Man sieht vieles mittlerweile ruhiger und mit mehr Abstand, zudem kann ich in jedem Bereich einiges an Erfahrung einbringen.“

Frage, wer die zweite Leistungsstufe bezahlt

Auf bundesweiter Fußballebene ist derzeit übrigens nicht nur die Erfahrung von Milletich in seiner Funktion als BFV-Präsident gefragt, das gesamte Team des ÖFB-Präsidiums (dem der Jubilar angehört) ist gefordert, um gemeinsam mit der Bundesliga an einem geeigneten Format für eine neue Ausrichtung der ersten und zweiten Leistungsstufe zu basteln. Hintergrund ist der gemeinsame Wille, die Anzahl der Profivereine zu reduzieren, um den Betrieb nachhaltig zu optimieren.

Für ganz oben sind 12 bis 14 Klubs (die dann in einem Play-off-System weiterspielen könnten) angedacht, darunter solle sich eine Halbprofi-Liga mit 16 Mannschaften (30 Runden) etablieren. Milletich: „Vom Format her wäre das die richtige Variante, das wurde von uns bereits bei der letzten Reform vorgeschlagen.“

Einige Punkte führte der Burgenländer dabei aber speziell für die zweite Leistungsstufe an, die einen Knackpunkt für die Umsetzung sein könnten: „Diese Liga soll eine Halbprofiliga sein – und da stellt sich die Frage der Zuständigkeit. Punkto Wirtschaftlichkeit, Vermarktung und Administration bekommt die zweite Leistungsstufe derzeit von der Bundesliga nicht wenig Geld. Interessant wird sein, welchen Beitrag die Bundesliga künftig für die zweite Leistungsstufe leisten wird.“

Rein sportlich laute das Anforderungsprofil, dass „die Anbindung zum Profifußball klappen muss. Sonst wird ganz oben in einer isolierten Liga gespielt, das kann nicht das Ziel sein. Schließlich geht es um Nachhaltigkeit und Entwicklung.“ Ein finales Konzept soll übrigens bis Ende Juni am Tisch liegen. Milletich: „Der Zeitplan ist sehr ehrgeizig.“