Erstellt am 29. Juli 2012, 15:02

Doppler/Horst unterlagen Weltmeistern knapp. Clemens Doppler und Alexander Horst sind am Sonntag bei ihrem Start ins olympische Beach-Volleyball-Turnier nur knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt. Die Österreicher mussten sich den brasilianischen Topfavoriten Emanuel/Alison nach einer starken Vorstellung erst nach drei Sätzen 1:2 (19,-17,-14) geschlagen geben. Die weiteren Gruppenspiele stehen am Dienstag und am Donnerstag bevor.

"Wenn wir so spielen, gewinnen wir die nächsten Spiele", versicherte Horst. Das ÖOC-Duo setzte die topgesetzten Weltmeister von Beginn an mit starkem Service und präzisen Shots unter Druck - sehr zur Freude der 15.000 Zuschauer auf dem Horse Guards Parade, die mit Fortdauer des Spiels immer mehr ins Lager der Österreicher wechselten. "So muss sich Roger Federer fühlen, wenn er auf dem Center Court spielt", meinte Doppler.

Nach einer völlig verpatzten Generalprobe in Klagenfurt zeigten Doppler/Horst ihr wahres Potenzial. Doppler gelangen selbst gegen den Hünen Alison im dritten Durchgang einige Blocks. Drei Matchbälle wehrten die Österreicher bei 11:14 ab, beim verwerteten vierten spielte dann auch das Netzband eine Rolle. "Sie haben es und sehr, sehr schwer gemacht", gestand Beach-Volleyball-Legende Emanuel.

Darum konnten sich Doppler/Horst vorerst wenig kaufen. "Das ist fast schlimmer als eine 0:2-Klatsche. Wir hätten echt die Chance gehabt, sie zu schlagen", trauerte Doppler ebendieser nach. "Aber zumindest die Richtung stimmt." Am Dienstag geht es gegen Paolo Nicolai/Daniele Lupo, am Donnerstag gegen Patrick Heuscher/Jefferson Bellaguarda.

Lediglich die beiden Gruppenbesten sowie die zwei besten Gruppendritten stehen fix im Achtelfinale. Die restlichen Gruppendritten spielen in einem Play-off um die zwei übrigen Plätze in der K.o.-Runde. Das heuer neu formierte und erst bei der letzten Chance für die Spiele qualifizierte Duo war darum bemüht, die positiven Dinge mitzunehmen. "Für den Kopf ist es gut", versicherte Doppler. "Wenn wir mit denen mithalten können, können wir mit allen mithalten."