Erstellt am 26. Juli 2013, 13:43

Dragovic hat "nächsten Schritt gemacht". Für Aleksandar Dragovic hat am Freitag ein neues Kapitel seiner Karriere begonnen.

Der ÖFB-Internationale absolvierte zunächst die obligatorischen medizinischen Tests und lernte danach das Trainingszentrum seines neuen Clubs Dynamo Kiew kennen, der für den Wiener neun Millionen Euro Ablöse an den FC Basel bezahlte.

Dass Dragovic dadurch zum teuersten Fußballer Österreichs avancierte, lässt den 22-Jährigen relativ kalt. "Für mich ist das keine besondere Ehre, wir haben viele großartige Fußballer in Österreich", betonte der Ex-Austrianer gegenüber der APA.

Dragovic voller Tatendrang
Vor einigen Tagen hatte Dragovic ein Angebot der Ukrainer noch ausgeschlagen. "Aber dann haben sie sich in dieser Woche wieder gemeldet und sich extrem um mich bemüht. Deswegen habe ich mich für Dynamo entschieden." Dabei schien vor wenigen Wochen ein Wechsel zu Inter Mailand unmittelbar vor dem Abschluss zu stehen.

Nachdem seine Zukunft nun geklärt ist, sprüht der 21-fache Teamspieler vor Tatendrang. "Letztes Jahr ist Dynamo Kiew unter den Ansprüchen geblieben (Anm.: Liga-Dritter hinter Schachtar Donezk und Metalist Charkiw), aber dieses Jahr wollen wir Meister werden und auch international (Anm.: in der Europa League) erfolgreich sein."

Die Kritik, er habe sich gegen die sportliche Herausforderung und für das Geld entschieden, prallt an Dragovic ab. "Jeder hat eben seine eigene Meinung. Dynamo Kiew ist von den Titeln her der beste osteuropäische Club und hat in diesem Sommer 40 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Sportlich gesehen ist der Transfer für mich top. Ich habe den nächsten Schritt gemacht und freue mich auf die neue Aufgabe."

Trotz eines Fünfjahresvertrags bei Dynamo hat Dragovic auch den übernächsten Schritt in seinem Karriereplan noch nicht aus dem Auge verloren - ein Engagement in der englischen Premier League. "Ich will mich bei Dynamo Kiew weiterentwickeln, dann schauen wir weiter", meinte der frühere Austrianer und wies daraufhin, dass sein Vorbild Nemanja Vidic über einen Ost-Club - Spartak Moskau - den Sprung zu Manchester United schaffte.