Erstellt am 11. Juni 2014, 13:58

von Bernhard Fenz

Drei Neue beim SVM. Zwei Spieler von Westliga-Meister Austria Salzburg sowie St. Pölten-Legionär Jano verstärken den SV Mattersburg.

Wohin die Reise von Jano geht, wusste lange wohl nicht einmal er selbst. Nun ist er in Mattersburg gelandet. Foto: Stumpfer  |  NOEN, Claus Stumpfer
Dass die Verträge von Michael Mörz (siehe „Bin für alles offen“ unten), Mario Brkljaca, Ronny Spuller und Philipp Steiner nicht verlängert werden, gab der SVM in der Vorwoche bekannt. Gestern, Dienstag, wurden zum Vorbereitungsstart drei Neuverpflichtungen präsentiert.
  • Michael Perlak kickte zuletzt bei Austria Salzburg – Meister der Regionalliga West und vergangene Woche Relegations-Verlierer gegen den FAC (2:2 in Wien, 0:3 in Salzburg) – und soll künftig im zentralen Mittelfeld die Fäden ziehen. Der 28-Jährige ist dem SVM spätestens seit dem letztjährigen Aufeinandertreffen im ÖFB-Cup (nach einem 1:1 setzten sich die Burgenländer im Elferschießen durch) ein Begriff, wo er der Partie seinen Stempel aufdrückte. Nun klappte der Deal. Klubchef Martin Pucher: „Wir hatten aufgrund seiner Qualitäten schon im Winter Interesse.“

  • Mitspieler Karim Onisiwo (22) wurde ebenfalls verpflichtet, beim SVM hofft man vor allem auf die Schnelligkeit des Stürmers.

  • Der Dritte im Bunde ist Alejandro Velasco Farinas, besser bekannt als Jano. Zuletzt stand der 27-jährige Spanier (neben Fran Sanchez somit der zweite Profi von der iberischen Halbinsel) beim SKN St. Pölten unter Vertrag. Pucher: „Er wurde als Sechser geholt und ist nicht zuletzt dank eines starken Frühjahrs aufgefallen.“ Fazit des SVM-Bosses: „Franz Lederer hat als Sportlicher Leiter mit diesen Transfers ganze Arbeit geleistet – ein klares Signal, dass wir in der neuen Saison deutlich besser abschneiden wollen.“

Thorsten Mahrer ab sofort bei den Profis

Vereinsintern wurde Verteidiger Thorsten Mahrer von den Amateuren befördert – er ist nun offiziell Profi. „Im Wesentlichen ist unser Transfer-Programm somit abgeschlossen“, stellte Pucher klar. Der erste Test der Grün-Weißen steigt am 17. Juni um 18.30 Uhr in Donnerskirchen.

„Bin für alles offen“

Michael Mörz, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, spricht über seine neuen Perspektiven beim SV Mattersburg.

BVZ: Ihr Vertrag beim SVM wurde nicht verlängert. Hätten Sie gerne bei den Profis weitergemacht?
Michael Mörz: In der abgelaufenen Saison habe ich nicht viel gespielt. Das, was mir jetzt geboten wurde, ist mir eigentlich fast lieber.

„Froh, dass alles im Guten beendet worden ist“

Was wurde Ihnen denn geboten?
Es wird für mich eine Zukunft beim Verein geben – das freut mich und gibt mir Sicherheit. Aktuell trainiere ich unsere U16, welche Aufgaben sonst auf mich zukommen, wird man dann sehen.

In der letzten Zeit ist es sportlich ruhig um Sie geworden. Treten Sie trotzdem ruhigen Gewissens ab?
Ja, ich habe auch stets versucht, meinen Teil beizutragen und zu helfen. Das Schlimmste wäre jedenfalls gewesen, wenn wir abgestiegen wären. Das wäre dann eine Sch...-Ende – so aber bin ich froh, dass alles im Guten beendet worden ist.

„Vier, fünf Mal trainieren wird nicht mehr möglich sein“

Beruflich werden Sie also beim SV Mattersburg bleiben. Sportlich wäre mit 34 Jahren trotzdem noch einiges möglich. Können Sie sich vorstellen, im Amateurbetrieb einzusteigen – etwa in einer Regionalliga, BVZ Burgenlandliga, 2. Liga?
Sag niemals nie, ich bin für alles offen und fühle mit fit genug, um auch weiter irgendwo Fußball zu spielen. Allerdings müsste dann schon das ganze Paket zusammenpassen, vor allem, da ich ja dann auch eine neue berufliche Perspektive habe. Vier, fünf Mal trainieren wird nicht mehr möglich sein – das will ich auch gar nicht.

In dieser Woche startet das Training beim SV Mattersburg. Es muss doch ein seltsames Gefühl für Sie sein, erstmals seit Ewigkeiten nicht dabei zu sein.
15 Jahre lang war das für mich Standard. Da ich aber zuletzt nicht mehr so viel gespielt habe, kann ich das schon einordnen und habe nicht mehr das große Problem damit. Komisch wird es für mich aber sicher beim ersten Meisterschaftsmatch sein.

Interview: Bernhard Fenz