Erstellt am 12. März 2014, 00:00

von Bernhard Fenz

Dreimal geht ein Licht auf. Im ÖFB-Samsung-Cup sind TV-Abendspiele künftig nur mehr in flutlichttauglichen Stadien möglich. Im BFV-Cup wird das Heimrecht für unterklassige Klubs reduziert.

Tauglich: Das Ritzinger Sonnenseestadion erfüllt mit 650 Lux das Kriterium für eine TV-Übertragung. Ab 600 Lux darf künftig gesendet werden - somit sind Spiele im Mittelburgenland definitiv im Bilde.  |  NOEN, Foto: Gansrigler
Von Bernhard Fenz

Am 21. April kämpfen acht Teams im Viertelfinale (4. Runde) des BFV-Cups nicht nur um den Einzug in das Finalturnier der letzten vier Mannschaften, sondern auch um das Fixticket für den ÖFB-Cup in der nächsten Saison.

Alle Finalisten (der Sieger wird Ende Mai an einem Tag ausgespielt) stehen in der 1. Hauptrunde. Dort könnte mit etwas Glück ein toller Gegner als Belohnung warten, wie das zuletzt etwa bei Stegersbach (Red Bull Salzburg), Oberwart (zweimal Austria), Heiligenkreuz (Rapid) und Baumgarten (Red Bull Salzburg) der Fall war.

Ausweich-Stadien sind im Fall des Falles nötig

Dass besagte Klubs künftig die Bundesliga-Leckerbissen auf eigener Anlage begrüßen dürfen, ist aber fraglich, denn: Wird eine Begegnung als Fernseh-(Abend-)Live-Spiel ausgewählt, so müssen ab der neuen Saison neben der Infrastruktur speziell bei der Stärke des Flutlichts Mindeststandards eingehalten werden. Ab 600 Lux gibt es grünes Licht, wie BFV-Sekretär Karl Schmidt bestätigt.

„Wer darunter liegt, muss schon vorab ein Ausweichstadion angeben.“ Darum müssen alle Finalisten bis Ende April für diesen Fall ein entsprechendes Stadion nennen. Bis auf Ritzing (650 Lux im Sonnenseestadion) erfüllt nämlich kein Klub das Kriterium – und: Als Alternative gibt es im Burgenland neben Ritzing nur noch Mattersburg und Parndorf.
x  |  NOEN, Foto: Gansrigler
x  |  NOEN, Franz Baldauf
x  |  NOEN, Bernhard Fenz

In allen anderen Stadien liegen die Luxwerte unter 600. Im Süden etwa gäbe es demnach keinen geeigneten Ort mehr, Stegersbach schrammt mit 520 Lux knapp vorbei. Thomas Hollerer, ÖFB-Direktor für Recht und Administration: „Es geht nicht darum, die Vereine zu verdrängen. Wir können es uns aber nicht leisten, dass Fernsehpartner abspringen, und wollen entsprechende Übertragungen ermöglichen.“

Zudem greife diese Regelung lediglich bei ausgewählten Fernseh-Abend-Livespielen. Alle anderen Begegnungen können wie bisher ausgetragen werden. Für BFV-Präsident Gerhard Milletich ist die Sache klar: „Der ÖFB hat Verträge mit Fernsehpartnern und Sponsoren, darum müssen die Übertragungsmöglichkeiten gewährleistet sein.“

Der Kleine muss künftig beim Großen antreten

Beim Raiffeisen-Cup – dem landeseigenen Bewerb – gibt es ab der neuen Saison ebenfalls Neuerungen. So wird die Aufteilung der 64 Teilnehmer von 4 (Regionalliga), 10 (BVZ Burgenlandliga), 8 (die drei 2. Ligen), 6 (die drei 1. Klassen) und 2 (die vier 2. Klassen) auf 4 (RLO), 12 (Bgld-Liga), 7 (2. Ligen), 5 (1. Klassen) und 3 (2. Klassen) geändert.

Und: Dass die unterklassigen Vereine gegen einen Klub aus einer höheren Liga bislang Heimrecht hatten, gehört mit der neuen Saison der Vergangenheit an. Ab der 3. Runde darf der Erstgeloste daheim spielen. Punkt. Manfred Luisser, Vorsitzender des Spielausschusses: „Die großen Vereine haben kritisiert, dass sie fast nie zu einem Heimspiel kamen. Jetzt wurde diese Einschränkung reduziert.“

Lesen Sie dazu auch den Sport-Kommentar von Bernhard Fenz aus der dieswöchigen BVZ: