Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

„Dürfen an nichts denken“. TIPP3 BUNDESLIGA / Auf den SV Mattersburg wartet bei dem Spiel gegen Kapfenberg ein Duell mit wegweisendem Charakter.

Am Ball: Stefan Ilsanker und seine Mitspieler traten bei der Austria als kompakte Mannschaft auf und wurden mit einem 0:0 belohnt. Der Defensivspieler der Burgenländer setzte nach einem Corner einen Kopfball ganz knapp neben die Stange. Nacer Barazite (l.) und die Violetten wiederum konnten ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen, einmal verhinderte die Stange einen Treffer.FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Schön langsam sind die Profis des SVM völlig im Bilde, wenn es gegen die großen Teams der Liga um das sinnvolle Antreten in deren Stadien geht. Nach Sturm (2:2), Salzburg (0:0) und Rapid (1:1) knöpften die Burgenländer am vergangenen Samstag mit dem 0:0 auch der Austria in derem sportlichen Wohnzimmer einen Punkt ab. Die Violetten konnten den kompakten grün-weißen Block nicht knacken. Kurz vor Schluss verhinderte – aus Sicht der Mattersburger – die Stange bei einem Schuss von Alexander Gorgon Schlimmeres.

Dementsprechend zufrieden bilanzierte auch Franz Lederer. Warum seine Mannschaft zuletzt immer wieder erfolgreich die „Großen“ ärgern konnte, erklärt sich der Cheftrainer wie folgt: „Vielleicht greift das, was zu tun ist, gerade gegen solche Gegner, wo niemand etwas erwartet und wo du klarer Außenseiter bist, noch mehr. Das ist natürlich eine Kopfsache.“

Der Auftrag lautet: Auch  Entlastung muss sein

Was freilich besser werden muss, ist auch in solchen Spielen wie jenem bei der Austria der nötige Drang nach vorne. Waren die Konter in der ersten Halbzeit noch relativ zielstrebig, so musste sich nach der Pause Ilco Naumoski vorwiegend als Alleinunterhalter im Ballhalten versuchen. Zu wenig Unterstützung kam da von der Offensivabteilung. „Da wollen wir ansetzen und künftig noch mehr für Entlastung sorgen.“ Vorerst warten auf den SVM aber mit Kapfenberg und Wiener Neustadt zwei richtungsweisende Heimspiele vor der Winterpause. Am Samstag ist das Schlusslicht aus der Steiermark zu Gast.

Dass mit einem Sieg ein Vorsprung von sieben Punkten möglich ist, steht für Lederer bei der Vorbereitung auf der Prioritätenliste nicht ganz oben: „Wir dürfen an nichts denken, was das betrifft, sondern müssen einfach maximal entschlossen und maximal diszipliniert an die Sache herangehen.“ Ob der SVM-Coach die Kapfenberger (sie benötigen dringend Punkte) diesmal offensiver als sonst erwartet, ließ er offen: „Die werden einmal nicht verlieren wollen, sonst ist dort einiges Glas zerschlagen. Wir schauen aber nur auf unser Spiel – das müssen wir dem Gegner aufzwingen.“ Der gesperrte Martin Rodler ist wieder im Kader.