Erstellt am 09. März 2016, 06:09

von Bernhard Fenz

Ein Blick über den Grödiger Tellerrand. Wenn Mattersburg beim aktuellen Schlusslicht antritt, geht es auch um das Fernduell gegen Admira und Sturm.

Endlich! Erstmals seit dem 2:1 gegen Altach konnten die SVM-Profis (im Bild Markus Pink, r., gegen den Ex-Mattersburger Marvin Potzmann) am Samstag gegen Sturm Graz wieder drei Punkte im Pappelstadion holen. Am Ende war es ein knapper und hart erkämpfter 1:0-Erfolg gegen die Steirer. Fotos: Martin Ivansich  |  NOEN, Martin Ivansich
Die jüngsten Verschiebungen in der Tabelle sind einfach zu offensichtlich: Der Sechste, Mattersburg (34 Zähler), darf den Kampf um Platz vier gegen die punktegleiche Admira und gegen Sturm Graz (35) getrost aktiv bestreiten.

„Wir sind schon in der Lage, Platz
vier auch tatsächlich zu ergreifen.“
Mattersburg-Chefcoach Ivo Vastic

Das war vor dem Auftakt ins Frühjahr 2016 noch nicht ganz so klar, weil der SVM nach einem mäßigen Herbstfinale auf Platz sieben liegend zwei Punkte Vorsprung auf Grödig, drei auf Ried und sechs auf Schlusslicht WAC hatte. Ergo wagte aufgrund der gefährlichen Tendenzen auch niemand, die überschaubaren vier Punkte Rückstand auf Admira und Ried ins öffentliche Kalkül für eine mögliche Flucht nach vorne zu nehmen.

Doch mittlerweile ist die Sache klarer. Mattersburg hat nach dem knappen 1:0-Erfolg gegen Sturm den Anschluss an die Admira und an die Grazer geschafft. Darum sagt Vastic auch: „Natürlich ist uns bewusst, dass wir knapp dran sind. Die Chance auf Platz vier würden wir gerne nützen. Wir sind auch in der Lage dazu.“

So gesehen ergibt sich am Samstag eine gute Gelegenheit dafür, wenn der SVM beim SV Grödig antritt. Dem Schlusslicht steht das Wasser sportlich bis zum Hals. Zwei Punkte aus den jüngsten acht Spielen sprechen Bände, der letzte Erfolg gelang am 2. Dezember 2015 ausgerechnet mit 2:0 im Pappelstadion gegen Mattersburg.

Dass die Salzburger mit allen Mitteln drei Punkte holen wollen, darauf werden sich Vastic und sein Team einstellen: „Die werden nicht abwarten und auf Konter spielen, sondern müssen auf jeden Fall aktiv sein. Uns werden dort sicher Möglichkeiten geboten, entsprechend zu antworten.“

Krankenlager könnte sich wieder lichten

Personell wird Sven Sprangler nach seiner Sperre zurückkehren. Dazu gab es zuletzt einige verkühlte und kränkliche Spieler, Beispiel Markus Pink, Legionär Jano, Florian Templ oder auch Alex Ibser. Julius Ertlthaler erwischte es dann vor dem Sturm-Spiel mit einer Angina, er ist sozusagen der frischeste Krankheitsfall.

Wer bis zum Samstag wieder topfit ist, wird sich noch zeigen. Auch das Comeback des zuletzt nicht fitten Michi Perlak könnte in seinem Heimatbundesland folgen. „Die Salzburger Luft tut ihm sicher gut,“ so Vastic über den offensiven Mittelfeldspieler, der mit seinen Ideen dem SVM-Angriffsspiel weitere Impulse verleihen könnte.



Stimmen & Sprüche:

„Wir haben uns die drei Punkte aufgrund der Leidenschaft verdient.“
SVM-Goldtorschütze Markus Pink

„Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet – und wenn es eine Chance gegeben hat, dann war ich zur Stelle.“
SVM-Goalie Markus Kuster hielt stark

„Der Goalie ist auch ein Teil der Defensive, deshalb hat die gesamte Defensive sehr gut gearbeitet. Das war letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg.“
SVM-Coach Ivo Vastic mit einer Anspielung auf den Umstand, dass Sturm Graz einige gute Chancen vorgefunden hat