Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Ein Klassenerhalt und ein paar offene Fragen. TIPP3 BUNDESLIGA / Mattersburg bleibt in der Liga, das steht fest. Wer künftig Grün-Weiß trägt, steht zum Großteil fest.

Bitter: Ivan Parlov (l.) und Patrick Bürger hatten in der Offensive Grund zum Ärgern – der Ball wollte nicht ins Salzburger Tor. Stattdessen kassierte Mattersburg in der 95. Minute nach einem Foulelferpfiff noch das 0:1 – Auswirkungen auf den Klassenerhalt gibt es freilich keine (mehr).BALDAUF  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Die Freude, dass Mattersburg auch in der neuen Saison das sportliche Bundesliga-Pickerl innehat, ist nicht verflogen – sie hat sich durch das jüngste 0:1 gegen Salzburg nur etwas nach hinten verlagert. Wer gegen Salzburg befreit ans Werk gehen kann und dann in der Nachspielzeit durch einen Elfer noch verliert, der ärgert sich natürlich – Klassenerhalt hin oder her. Also ärgerte sich Trainer Franz Lederer: „Die Mannschaft tut mir leid. Sie hat sehr gut gespielt und war einem Tor näher.“

Drei Minuten Nachspielzeit (in denen ein Wechsel durchgeführt wurde) waren angezeigt. Dass Schiri Oliver Drachta danach mehr als 30 Sekunden länger spielen ließ und knapp vor Ende der 94. Minute noch auf Elfer entschied, stieß dem Coach sauer auf: „Er hätte bereits abpfeifen können. So hat es fast gewirkt, als warte er darauf, dass in dem Spiel noch etwas passiert, obwohl die Zeit bereits um war. Verständlich war es für uns nicht.“

Und trotzdem wird sich der Ärger wieder legen. Schließlich hat der SVM die Klasse gehalten – und das ist der nachhaltige substanzielle Energieschub dieser Meisterschaft.

Weichenstellung für die  neue Saison erfolgt

Am Sonntag geht es für den SVM noch nach Kapfenberg, ehe das Heimspiel gegen Wiener Neustadt am kommenden Mittwoch den Bundesliga-Abschluss 2010/2011 bildet. Was Franz Lederer noch sehen will? „Zum einen wollen wir zwei couragierte Leistungen abrufen, zum anderen soll der eine oder andere Akteur, der bis jetzt nicht laufend zum Zug gekommen ist, noch Spielzeit erhalten. Hier geht es auch schon um die neue Saison.“ Apropos: Groß umgekrempelt wird freilich nicht, wie Obmann Martin Pucher betont: „Wir bleiben unserer Linie der Kontinuität treu.“ Trotzdem dürfte der Kader nicht komplett ident bleiben, kleinere Korrekturen sind möglich. Bis 31. Mai kann der SVM bei einigen Spielern, deren Arbeitsverhältnis vorerst bis Ende Juni 2011 begrenzt ist, bestehende Optionen ziehen – nicht jeder Kontrakt dürften dabei verlängert werden. Ins Detail wollte der SVM-Boss dazu aber offiziell noch nicht gehen.

Fragezeichen hinter  Robert Waltner

Keine Option besteht übrigens bei Robert Waltner (33). Der Vertrag des Stürmers läuft aus. Ob der Ungar (er kam in dieser Saison meist nicht über die Reservistenrolle hinaus) bleibt, hängt also auch davon ab, ob er nicht lieber zu einem Klub wechselt, bei dem er mehr Spielzeit erhält. Pucher: „Die Tore, die er für uns erzielt hat, waren allesamt wichtig. Außerdem hat er sich immer korrekt verhalten. Wir werden uns zusammensetzen und dann weitersehen.“

Ebenso läuft der Vertrag von Routinier Markus Schmidt aus. Pucher gab aber zu verstehen, dass es mit dem 34-Jährigen eine Einigung geben werde, wenn er weitermachen möchte. Und das scheint offensichtlich der Fall zu sein. Schmidt: „Es hängt natürlich vom Wollen des Vereins ab. Von meiner Seite aus spricht nichts dagegen, die Arbeit macht großen Spaß. Ich fühle mich komplett fit und nach wie vor gut genug, um der Mannschaft und vor allem auch den jungen Spielern zu helfen.“

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