Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Ein Aufstieg als Minimum. ÖFB-SAMSUNG-CUP / Mattersburg ist zum Siegen verpflichtet. Fast alle restlichen Burgenland-Klubs dürfen überraschen.

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VON BERNHARD FENZ, DANIEL FENZ

UND BERNHARD GARAUS

Am Samstag um 18 Uhr greift mit dem SVM das burgenländische Fußball-Aushängeschild in den diesjährigen ÖFB-Samsung-Cup ein. Der DSV Leoben, mittlerweile in der Regionalliga Mitte tätig, fordert unseren Bundesligisten. Rein theoretisch kann nichts schiefgehen. Mattersburg ist bereits gut vorbereitet, verfügt über mehr Qualität und geht logischerweise als hoher Favorit ins Spiel.

Dass es andererseits fatal wäre, die Obersteirer zu unterschätzen, weiß Trainer Franz Lederer natürlich. „Für uns gilt es nur, eine anständige Arbeit abzuliefern und in die nächste Runde einzuziehen.“

Dabei können die Grün-Weißen – auch schon im Hinblick auf den Bundesliga-Start am 21. Juli gegen Wiener Neustadt – noch aktiv an der Verbesserung der Vorwärtsbewegung feilen. Die ist, was den Zug zum Tor betrifft, noch ausbaufähig. Lederer: „Hinsichtlich Kompaktheit und Arbeit gegen den Ball funktioniert das Werkl aber schon recht gut. Im Großen und Ganzen kann man zufrieden sein.“

Kühbauer wird sich nicht  den Kopf zerbrechen

Anders als der SV Mattersburg sind – bis auf Ostligist Stegersbach (am Samstag um 17 Uhr Favorit gegen den Tiroler Landesligisten Reutte) – die restlichen burgenländischen Cup-Teilnehmer in ihren Partien teils klare Außenseiter.

Noch am ehesten ärgern sollte Parndorf am Freitag (19 Uhr) die Admira können. Auch im September 2011 traten die Südstädter im Heidebodenstadion an und siegten nur mit 1:0. Ob gar der bekannt unruhige Platz in Parndorf der feinen spielerischen Linie der Admira nicht bekommt? Für Gäste-Trainer Didi Kühbauer ist das nicht wesentlich: „Der Platz in Parndorf war noch nie gut, das wissen wir ja schon aus dem Vorjahr. Aber darüber werden wir uns jetzt nicht den Kopf zerbrechen, wir können es ja eh nicht ändern. Wenn alle die Partie ernst nehmen – und davon gehe ich aus –, sollten wir drüberkommen.“

Ostliga-Neuling Oberwart empfängt dann am Samstag (18 Uhr) die Wiener Austria. Manager Michael Benedek freut sich auf den hochattraktiven Gegner, bleibt aber Realist: „Wir haben zwar nichts zu verlieren, rechnen aber nicht mit der großen Überraschung.“

Neo-2.-Liga-Süd-Klub Heiligenkreuz hat die ehrenvolle Aufgabe, am Sonntag (18 Uhr) Rekordmeister Rapid in einem Bewerbsspiel gegenüberzustehen. Manfred Skerlak, Obmann des aktuellen BFV-Cup-Siegers, erwartet sich ein großes Sportfest mit 3000 bis 4000 Besuchern und legt trotz der glasklaren Ausgangslage die sportliche Zielsetzung fest: „Wir werden uns zwei Wochen vor Beginn der Meisterschaft sicher nicht als Abschussgegner präsentieren.“