Erstellt am 19. September 2012, 00:00

Eine Aufgabe und zahlreiche Ziele. Eishockey / Die Eisenstädterin Ines Kropf peilt mit den Vienna Sabres gleich mehrere Titel an – Hauptsache, es geht um den Puck.

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Von Bernhard Fenz

Dreimal die Woche pendelt Ines Kropf, Schülerin am Gymnasium Kurzwiese, zum Training nach Wien. „Der ganz normale Wahnsinn“, wie Vater Otto Kropf schmunzelnd anmerkt.

Die 16-jährige Eisenstädterin ist mittlerweile im vierten Jahr in Österreichs Hauptstadt tätig, um Eishockey zu spielen – erst bei den Vienna Flyers, mittlerweile die zweite Saison bei den Vienna Sabres. „Es ist super hier. Jeder versteht sich mit jedem, das Klima passt“, so das engagierte Talent. Zu tun gibt es einiges, ebenfalls zu holen: Im Damen-Elite-Eishockey stehen schließlich einige Titel bereit, Kropf ist bei dieser Jagd als linke Verteidigerin längst mittendrin.

So gilt es, mit den Sabres in der EWHL, der europäischen Dameneishockey-Liga, den Titel aus der vorigen Saison zu verteidigen. Der Auftakt in der aus Bozen, Budapest oder dem weißrussischen Team Pantera Minsk zusammengesetzten Liga gelang am Wochenende mit dem 9:1-Stadtderbysieg gegen die WEV Flyers perfekt.

In der Bundesliga wollen Kropf und Co. nach Platz zwei in der abgelaufenen Saison auch diesmal wieder vorne mitspielen. In Marburg setzte es allerdings am Sonntag eine 3:6-Schlappe, bei der Kropf ein Tor erzielte und Assists zu zwei Toren lieferte.

Im EWHL-Supercup sind die Sabres erfolgshungrig.

Bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft peilen Kropf und Co. Gold an.

Fehlt noch der Europacup, bei dem es gegen Memmingen (Deutschland) zur Sache geht. Kropf: „Im Europacup wollen wir ins Finale.“

Auf Nationalteam-Ebene könnte Kropf bereits bei den „Großen“ spielen (bislang kam sie auf sieben Einberufungen), aufgrund der zeitlichen Terminkonflikte ist sie aber auch noch bei der U18 gefragt – so etwa Anfang Oktober bei zwei Länderspielen in Moskau gegen Russland.

Motiviert: Ines Kropf, am 23. Oktober 17 Jahre, hat vor allem Eishockey im Kopf.

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