Erstellt am 27. November 2013, 23:59

von Bernhard Fenz

Eine Frage der Größe. Wer ist die Nummer eins? / Weil die ASKÖ sich als größter burgenländischer Dachverband bezeichnet hatte, entschieden sich der ASVÖ und die Union zu einem Schulterschluss.

An einem Strang? Die Führungsriege der burgenländischen Dachverbände (Robert Zsifkovits – ASVÖ, Christian Illedits – ASKÖ, Karin Ofner – Sportunion, v.l.) hat bezüglich der Größe Auffassungsunterschiede.  |  NOEN, Fenz
Von Bernhard Fenz

Mit einer gemeinsamen Klarstellung gingen die Dachverbände ASVÖ (Allgemeiner Sportverband Österreichs) und Sportunion zuletzt in die Offensive. Hintergrund: Im Rahmen der Jahreskonferenz der ASKÖ (Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich) Burgenland wurde der Dachverband als größter im östlichsten Bundesland bezeichnet.

Stimmt nicht, kontern die beiden anderen: „Laut eigener Homepage hat die ASKÖ Burgenland 225 Mitgliedsvereine – davon allerdings rund 60 Ortsgruppen des Pensionistenverbands ohne eigene ZVR-Zahl (Anm.: Registerzahl im Zentralen Vereinsregister ZVR).“

Größter Dachverband - inklusive Schwesternorganisationen

ASVÖ und Union führen außerdem an, aus wie vielen Mitgliedsvereinen mit eigener ZVR-Zahl sich die burgenländischen Sportdachverbände demnach aktuell zusammensetzen: ASVÖ: 610; Sportunion: 182; ASKÖ: 166. ASKÖ-Präsident Christian Illedits: „Wenn sich die anderen Dachverbände dadurch auf den Schlips getreten fühlen, werde ich mich in der Wortwahl reduzieren. Es ist klar zu relativieren, dass wir von den Sportvereinen her natürlich nicht der größte Dachverband sind, das ist ganz sicher der ASVÖ.“ Nachsatz: „Ich sage immer dazu – wenn ich bei der ASKÖ Burgenland vom größten Dachverband spreche –, dass das inklusive unserer Schwesternorganisationen zu sehen ist, also dem Pensionistenverband und den Naturfreunden.“

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Die Pensionisten-Ortsgruppen hätten, wie Illedits betont, sehr wohl eine ZVR-Zahl, aber eben eine einheitliche des Pensionistenverbands.

„Mir geht es ohnehin um die Gesamtheit und dass sich so viele Menschen wie möglich bewegen. Das ist bei unseren Schwesternorganisationen der Fall, die laut Statut als Mitglieder zählen und auch alle eine entsprechende Unterstützung erhalten.“

Für die Förderung zählt nicht der Dachverband 

Übrigens: Die Frage, wer denn nun der größte Dachverband im Burgenland sei, hat nicht überall oberste Priorität. Im Sportreferat des Amtes der Burgenländischen Landesregierung etwa zählt dieses Kriterium überhaupt nicht, wie Leiter Wolfgang Szorger festhält: „Bei uns ist für die Förderung nur die Zugehörigkeit zu einem Fachverband ein Kriterium. Ob jemand Mitglied eines Dachverbands ist, ist reine Privatsache in der Vereinsautonomie.“