Erstellt am 04. April 2012, 00:00

Eine Sturm-Warnung für den Ostersonntag. TIPP3 BUNDESLIGA / Mattersburg hat zwar nicht gut gespielt, sammelt aber weiter Punkte. Das soll auch der Meister spüren.

Verheißungsvoll: Mattersburg-Stürmer Patrick Bürger (r., hier enteilte er Matthias Maak) vergab in Wiener Neustadt eine sehr gute Gelegenheit. Der Bad Tatzmannsdorfer setzte den versuchten Heber über Goalie Jörg Siebenhandl aber neben das Tor und scheiterte. Endstand – 0:0.SCHRANZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Nein, man kann aus Mattersburger Sicht nicht zufrieden sein mit dem 1:1 in Kapfenberg und dem 0:0 in Wiener Neustadt. Glücklicherweise ist das so in Zeiten wie diesen, wo die Mannschaft bewiesen hat, was am Platz mittlerweile tatsächlich auch alles abgerufen werden kann. „Vor drei Monaten hätte man uns für diese Ansicht noch als überheblich bezeichnet, Fakt ist aber: Wollen wir uns weiterentwickeln, so gehören diese Partien gewonnen.“ Klare Worte von Trainer Franz Lederer, der seine Spieler in die Pflicht nimmt.

So fehlte ihm etwa in Wiener Neustadt die absolute Spannung, wie er sagt: „Chancen waren ja da, aber die wurden zu leichtfertig vergeben. Es fehlte die letzte Konsequenz, wirklich alles zu tun, um drei Punkte zu machen.“ Der Lokalschlager in Wiener Neustadt hat aber neben der fehlenden Konsequenz auch weitere Aspekte zu bieten: etwa, dass der SVM nunmehr schon seit zwölf Spielen nie mehr als ein Gegentor kassiert. Konkret: Nach dem 1:2 am 26. November 2011 gegen Rapid folgten neben drei 0:1-Niederlagen vier Unentschieden (zweimal 1:1, zweimal 0:0) und fünf Siege (2:0, 4:1, 1:0, 1:0, 2:0).

„Das Gefühl stimmt – wir  stehen hinten sehr gut“

Goalie Thomas Borenitsch kassierte in dieser Zeit also nur sechs Gegentore – ein starker Wert. Der „Lange“ gibt das Kompliment aber weiter: „Die ganze Mannschaft arbeitet sehr gut nach hinten, so kommen die Gegner auch nicht zu vielen Chancen. Das Gefühl stimmt jedenfalls. Es war schon an der Zeit, dass auch wir einmal in einen Lauf kommen.“ Mit der Abwehrreihe funktioniert das Zusammenspiel laut Borenitsch jedenfalls einwandfrei. „Das ist schon ein fast blindes Verständnis.“

Am Ostersonntag empfangen die Grün-Weißen um 16 Uhr Meister Sturm Graz. Da sollen auch wieder der Zug nach vorne und die Konsequenz vor dem Tor stimmen. Alois Höller kehrt nach seiner Ampelkarte in Kapfenberg zurück, dafür muss Ilco Naumoski aufgrund der neunten gelben Karte passen. Statt ihm könnte etwa Thorsten Röcher im zentralen offensiven Raum zum Zug kommen. Der 20-Jährige stand in Wiener Neustadt neben Patrick Bürger und Naumoski am Platz und spielte auf der rechten Seite im Mittelfeld. Trainer Franz Lederer: „Das war sicher eine sehr offensive Variante, weil einer wie Röcher stets den kürzesten Weg zum Tor sucht, aber auf der Position gleichzeitig auch viel für die Defensive gemacht werden muss.“