Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Ein Schritt zurück soll her. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SVM will gegen die Admira ein spezielles Denkproblem abstellen: Zuletzt ging es zu schnell.

VON BERNHARD FENZ

Wer schnell spielt, ist ganz klar im Vorteil. Trotzdem müssen innerhalb einer Mannschaft die Abläufe stimmen, ansonst wird die Angelegenheit disharmonisch.

So in etwa ging es den Profis des SV Mattersburg beim 0:2 in Ried, wie Trainer Franz Lederer gegenüber der BVZ erklärte. „Wir sind an sich recht gut gestanden, haben auch dementsprechend gegen den Ball gearbeitet und bei Balleroberung rasch umgeschaltet. Nur waren wir dann einfach nicht gelassen genug – wir waren meist schon um einen Schritt weiter, als es nötig und richtig gewesen wäre.“

Auch in der zweiten Halbzeit, als die Burgenländer das Zepter übernahmen, fehlte dem Chefcoach in den Spielzügen die Reduktion auf das Einfache, Wesentliche. Das zeigte sich dann auch in letzter Instanz anhand der vergebenen Möglichkeiten.

„Wir sind zuletzt ein wenig  ins Stottern gekommen“

Schlussstrich. Der Blick richtet sich nach nur zwei Punkten aus den letzten vier Spielen bereits klar auf die Admira. Am Samstag (18.30 Uhr) ist das Team von Didi Kühbauer zu Gast im Pappelstadion. Ob Lederer einen zurückhaltenden oder angriffslustigen Gegner erwarte? „Die Admira zieht überall ihren Plan durch und hat ja auch noch Chancen auf einen internationalen Startplatz. Viel mehr als das interessiert mich aber, wie wir wieder auf Schiene kommen. Die Mannschaft hat unbestritten Potenzial und Qualität – aber zuletzt sind wir ein wenig ins Stottern gekommen.“

Ein wichtiges Detail soll daher in der Trainingswoche der aktive Hinweis auf das Einfache sein. Richtig schnell gehen darf und soll es natürlich schon, wenn die Abläufe stimmen und ein Rädchen ins andere greift. Lederer und sein Betreuerstab wollen hier die Mannschaft dementsprechend fit machen. Dann sind ohnehin die Profis am Zug. Denn in letzter Instanz wird die tatsächliche Rückkehr zur Harmonie nur über ein Erfolgserlebnis unter Wettkampfbedingungen möglich sein.

Personell stehen für das Duell gegen die Südstädter bis auf die Langzeitverletzten alle Akteure zur Verfügung.