Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

Endlich befreit?. Tipp3 Bundesliga / Mattersburg hatte zuletzt viel zu verlieren. Jetzt kommt Salzburg – die Vorzeichen sind umgekehrt.

Der Schein täuscht: Manuel Seidl war zwar hier obenauf, insgesamt war aber Wiener Neustadt besser.  |  NOEN
Von Bernhard Fenz

Vorige Woche: Der 3:2-Auswärtserfolg im ÖFB-Samsung-Cup gegen den niederösterreichischen Landesligisten Bad Vöslau gelang mit Ach und Krach – und beim 0:0 in der Bundesliga bei Wiener Neustadt waren die Gastgeber dem Sieg näher.

Egal: Trainer Franz Lederer blickt nun mit einem „positiven Gefühl“ nach vorne. „In Wiener Neustadt tun sich viele Klubs schwer. Dort kannst du eigentlich nur verlieren – weil sich die Öffentlichkeit drei Punkte erwartet. Die Neustädter sind aber ein unangenehmer Gegner, das haben sie bereits bewiesen.“

Wesentlich war, dass Grün-Weiß angeschrieben hat. Ein Remis hebt nach drei Niederlagen in Folge das Selbstvertrauen. Lederer: „Da kann jeder schlau reden. Es geht nur mit einem Punkte-Erfolgserlebnis, dass die Mannschaft nach Niederlagen wieder zurückfindet. Das ist uns am Samstag gelungen.“

Gerade rechtzeitig. Selbstvertrauen wird nötig sein, schließlich ist am Samstag mit Salzburg der Titelfavorit zu Gast im Pappelstadion. Bei diesem Match können und sollen die SVM-Profis, wie Lederer betont, völlig befreit aufspielen. „In so einem Spiel hat Mattersburg nichts zu verlieren – und gerade da hat die Mannschaft oft bewiesen, was sie drauf hat.“ Nachsatz: „Ich will aber nicht die Lockerheit von der 0:3-Auswärtsniederlage gegen Rapid sehen …“

ÖFB-Cup: Ärger war groß, Lage ist klar 

„Maßlos geärgert“ hat sich Franz Lederer übrigens bei der Achtelfinal-Auslosung für den ÖFB-Samsung-Cup. Denn: Endlich wurde der SVM einmal als erste Mannschaft gezogen – weil der LASK aber Regionalligist ist, erhielten die Oberösterreicher als Amateurklub Heimrecht. Mattersburg wartet somit nach wie vor seit April 2006 darauf, endlich wieder einmal ein Cupspiel daheim austragen zu können. Acht der 16 Achtelfinalisten sind Bundesligisten, von daher wäre mit etwas Losglück ein Heimspiel sehr wohl realistisch gewesen. Schwamm drüber. Lederer: „Der LASK ist abgestiegen, da weht noch ein Hauch von Bundesliga. Jeder Spieler muss also wissen, wie diese Partie einzuordnen ist.“