Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Erfolgreich ist, wer sich gut präsentiert. TIPP3 BUNDESLIGA / Mattersburg hat (noch?) nicht ganz den Siegesdreh raus. Nächste Chance: in Wiener Neustadt.

Kein Torjubel: Patrick Bürger blieb am Samstag gegen Sturm ein Treffer verwehrt. Der bis dato auffälligste SVM-Stürmer ist am Samstag in Wiener Neustadt wieder gefragt.FRANZ BALDAUF  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Alteingesessene Anhänger des SVM werden beim Stichwort „Derby“ vor allem dann ins Schwärmen kommen, wenn es um die guten alten Zeiten geht. Als noch keine Rede von einer Haupttribüne war – Sonntagvormittag, gegen Rohrbach, da brodelte es richtig. Durch den Höhenflug ging aber schließlich die regionale Konkurrenz verloren. Dafür kam Rapid, Austria, Sturm und Salzburg. Eine schöne Alternative…

Mittlerweile gibt es auch Wiener Neustadt. Richtig ansteckend waren diese Spiele im Oberhaus bislang aber noch nicht. Der Versuch, das an sich sehr brisante Duell auf Derbyniveau zu pimpen, ging schief.

Demnach wird die Quote auf ein volles Haus, wenn der SVM am Samstag im Neustädter Stadion antritt, im zweistelligen Bereich liegen. Da in allen Ligen die Saison schon zu Ende ist, könnte die Kulisse trotzdem ordentlich sein.

Die Beteiligten haben aber ohnehin andere Sorgen als die Besucherzahlen. Wiener Neustadt will oben dranbleiben, auch wenn sich Trainer Peter Schöttel – ganz nach Rieder Vorbild – zurückhält: „Für uns wäre im letzten Heimspiel ein Sieg enorm wichtig, schon allein um den Vorsprung auf Mattersburg auszubauen.“

Der Ex-Rapidler erwartet einen „sehr engagierten Gegner. Mattersburg hat in den letzten Runden guten Fußball gezeigt, beachtliche Ergebnisse geliefert und wurde heuer auch oft unter Wert geschlagen.“

„Es geht um die Frage:  Wie trete ich auf?“

Ein Stichwort. Der SVM präsentierte sich in letzter Zeit ansehnlich(er), zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen sind aber keine gute Bilanz. Trainer Franz Lederer: „Uns dürfen einerseits nicht mehr die Fehler passieren, die gleich zu einem Gegentor führen. Andererseits müssen wir vorne schauen, dass wir einmal auch den Sack zumachen können.“ Das gelang – aktuelles Beispiel – am Samstag gegen Sturm nicht. Die Burgenländer mussten das 1:1 schlucken, der SV Mattersburg tritt somit weiter am Stand. Große Sorgen bereiten dem Coach die fehlenden Punkte aber nicht. Das Werkl läuft – nicht wie geschmiert, aber doch: „Wir hatten schon Phasen, in denen wir Unspiele abgeliefert haben. Das ist jetzt nicht der Fall. Die Mannschaft funktioniert.“

Spielerisch seien die Niederösterreicher über die Burgenländer zu stellen, das streitet Lederer gar nicht ab: „Es geht aber nicht nur darum, wer technisch besser ist, sondern es geht um die Frage: Wie trete ich auf?“ Aggressiv, bissig, konzentriert – das wird wohl die Schablone sein. Alois Höller ist gelbgesperrt, Stefan Ilsanker steht nach seiner Ampelkarte in Salzburg wieder bereit.