Erstellt am 28. September 2011, 00:00

„Es bringt nichts, wir dürfen nicht hadern“. TIPP3 BUNDESLIGA / Nach dem 0:1 in Kapfenberg braucht Mattersburg in Wiener Neustadt rasch einen klaren Kopf.

Manuel Seidl (l.) hatte gegen David Sencar das Nachsehen.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Am Ende des ersten Saisonviertels steht der SVM mit vier Punkten da. Passable Leistungen in Ehren – die Bilanz ist schwach. Ergo wird jeder einzelne Punkt dringendst benötigt, um wieder in die Spur zu finden. Dadurch gibt es in Zeiten wie diesen auch keinen Toleranz-Puffer für negative Einwirkungen von außen. Gerade hier kommen, wie in Kapfenberg, die Herren in Schwarz ins Spiel.

Primär sind die Burgenländer selbst schuld – auch in der Obersteiermark. Sie konnten ihre optische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen und verpassten so eine vorzeitige Entscheidung. Dadurch hatte im Finish eine Szene nachhaltig Gewicht: Referee Harald Lechner beziehungsweise sein Assistent übersahen nach einem Freistoß die Abseitsposition von Michal Ordos. Der traf per Kopf zum Sieg.

Im Laufe der Partie war es davor speziell die Summe der Kleinigkeiten, die Trainer Franz Lederer auf die Palme brachten. Eine gelbe Karte für den SVM hier, keine gelbe Karte für die Gastgeber da, dazu Ilco Naumoski, der durch sein Böse-Buben-Image nicht immer eine faire Beurteilung auf dem Platz – etwa bei normalen Zweikämpfen – genießt.

Schlusspfiff. Der Chefcoach erwartet sich jedenfalls künftig mehr Fairness und Respekt, appelliert aber gleichzeitig an seine eigene Mannschaft: „Es bringt nichts, wir dürfen nicht hadern und müssen uns sofort neu fokussieren. Natürlich ist das für die Spieler unheimlich schwer, wenn gerade in so engen Partien das Pendel immer wieder gegen sie ausschlägt.“

Der nächste Versuch, um den ersten vollen Saisonerfolg zu feiern, steigt am Samstag in Wiener Neustadt. Dort will Lederer auch die guten offensiven Ansätze der Kapfenberg-Partie gut finalisiert sehen: „Vor dem Abschluss waren wir zu unkonzentriert. Da wäre viel mehr möglich gewesen.“