Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

„Es ist jetzt eben so“. KLARHEIT GESCHAFFEN / Günter Benkö bleibt Obmann des Burgenländischen Schiedsrichterkollegiums – mehr oder weniger freiwillig.

Schiedsrichterobmann Günter Benkö will die Wogen glätten.  |  NOEN

VON BERNHARD FENZ

Die Würfel sind gefallen. Günter Benkö wird auch weiter als Obmann an der Spitze der rot-goldenen Schiris stehen. Das beschloss der Ausschuss in der Vorwoche. Der Wahlvorschlag steht, der Rest ist Formalität. Theoretisch ist es freilich möglich, dass sich aus den Gruppen noch ein Gegenkandidat hervortut, praktisch gilt das aber als unwahrscheinlich.

Zudem ist gerade der Mangel an geeigneten Alternativen der Hauptgrund dafür, warum sich Benkö zum Weitermachen überreden ließ: „Ich habe mir eigentlich fest vorgenommen, die Funktion abzugeben. Nur hat sich auch bei der dreieinhalbstündigen Sitzung niemand gefunden, der mich beerben will. Das ehrt mich, andererseits habe ich schon damit gerechnet, dass sich jemand das zutraut und mir folgt.“

Die Geschlossenheit der  Familie genießt Priorität

Offensichtlich war das aber nicht der Fall. Trotzdem verließ Benkö, wie angekündigt, deshalb nicht das Schiri-Schiff. „Mir liegt das Kollegium am Herzen. Ich will es nicht herausfordern, dass uns dann irgendeiner vorgesetzt wird. Wichtig ist, dass die Schiedsrichter eine geschlossene Familie bleiben.“ Günter Benkö macht also weiter. Dass er nur eine schlechte Phase hatte, als er ans Aufhören dachte, bestätigte er gegenüber der BVZ übrigens nicht: „Ich habe mich wirklich ernsthaft damit auseinandergesetzt und mich nun wieder ,weichpracken’ lassen. Erfreut bin ich nicht darüber, dass sich niemand gefunden hat, aber es ist eben so. Wir haben zumindest den künftigen Kompetenzaufgabenbereich gut aufgeteilt, dadurch werde ich auch etwas entlastet.“

Nachsatz: „Aber wenn es drauf ankommt und kracht, muss natürlich der Obmann den Schädel hinhalten. Daran wird sich nichts ändern.“