Erstellt am 20. Februar 2013, 00:00

„Es wird jetzt gegen jeden schwieriger“. Tipp3 Bundesliga / Philipp Hosiner schoss die Austria zum Sieg im Derby. Ist der Weg zum Titel frei? Der Eisenstädter bleibt vorsichtig.

So schön kann der Bundesliga-Alltag sein: Zumindest für die Austria gilt dieses Motto seit geraumer Zeit. Der Tabellenführer setzte sich dank zweier Tore von Philipp Hosiner (Mitte) im Derby bei Rapid mit 2:1 durch. Manuel Ortlechner, James Holland und Kaja Rogulj (v.l.) gefiel es auch sichtlich.Gepa/Walter Luger  |  NOEN
Von Bernhard Fenz und Martin Ivansich

Wie knapp im Fußball Sieg und Niederlage zusammenliegen, stellte die 54. Minute im Hanappi-Stadion eindrucksvoll unter Beweis. Der Mannersdorfer Christopher Trimmel (25) schraubte sich bei einem Rapid-Angriff in die Höhe, um sein zweites Tor im Derby und das 2:1 gegen die Austria zu erzielen. Entscheidender Schönheitsfehler: Der Kopfball aus kurzer Distanz landete in den Händen von Goalie Heinz Lindner. Im Gegenstoß machte es der Eisenstädter Philipp Hosiner (23) besser und schloss den Konter der Violetten zum 1:2-Siegestor – sein zweiter Treffer im Derby – ab. Somit hat sich Rapid aus dem Titelrennen verabschiedet. Entsprechend ernüchtert war Trimmel auch am Tag nach der Derby-Pleite. „Der Kopfball war nicht leicht, ich habe mich einfach voll hineingeworfen, den Ball erst sehr spät gesehen. Das ist im Moment der Unterschied zwischen uns und der Austria. Sie holen aus wenigen Chancen das Maximum heraus und wir eben nicht.“

Nach dem Derby wartet nun Admira

Nach Verlustpunkten bleibt die Austria somit 15 Runden vor Salzburg sieben Punkte vorne. Aktuell trennen die Spitzenreiter sogar zehn Punkte – weil die Roten Bullen aufgrund der Absage nicht in Wolfsberg antreten konnten. Dass der Weg zum Titel bereits frei sei, wollte Hosiner aber überhaupt nicht bestätigen: „In 15 Spielen kann noch einiges passieren. Wir wollen jetzt einmal drei Punkte gegen Admira machen, sonst war der Derbysieg gar nicht so viel wert.“ Theoretisch gibt es jetzt jedenfalls fette Beute abzuholen. Ehe es am 27. Spieltag Ende März in Wien Favoriten zum direkten Duell mit dem aktuellen Titelverteidiger Salzburg kommen wird, stehen mit Admira (H), Ried (A), Innsbruck (H), Wiener Neustadt (A) und Mattersburg (A) schließlich fünf Spiele an, bei der nicht nur die Austria-Fans von potenziellen Pflichtsiegen sprechen könnten.

Umso größer scheint aber auch die Gefahr zu sein, sich gerade in dieser Phase durch Punkteverluste aus der Bahn werfen zu lassen. Hosiner kratzt das nicht: „Es wird jetzt gegen jeden Gegner schwieriger. Alle wollen uns ein Bein stellen. Aber ein Punkteverlust gegen einen vermeintlich Kleinen wird uns nicht aus der Bahn werfen.“