Erstellt am 31. August 2012, 13:01

Euphorie bei Rapid nach EL-Gruppenphasen-Einzug. In der ersten Euphorie nach dem Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League haben sich einige Rapid-Akteure für den weiteren Verlauf der internationalen Saison Großes vorgenommen.

"Jetzt muss es unser Ziel sein, die K.o.-Phase zu erreichen", tönte Terrence Boyd, der nach seinem Tor zum 2:0 beim 3:0-Sieg am Donnerstag im Hanappi-Stadion über PAOK Saloniki sein "geilstes Gefühl bisher" verspürte. Der Freudentaumel des 21-Jährigen entlockte Trainer Peter Schöttel ein Lächeln. "Terrence geht auf das Triple los. Dieser jugendliche Leichtsinn tut uns gut", vermutete der 45-Jährige. "Aber ich bin der Trainer, und ich muss sagen, dass wir auf einem guten Weg sind."

Diese positive Entwicklung bescherte Rapid den dritten Einzug in die Gruppenphase nach 2009 und 2010 und damit ein garantiertes Fixum von 1,3 Millionen Euro. Dazu kommen 200.000 Euro pro Sieg und 100.000 Euro pro Remis sowie Einnahmen aus den Heimspielen im Happel-Stadion, aus dem Merchandising und aus dem Marketing-Pool der UEFA.

Trotz dieser Finanzspritze verzichten die Hütteldorfer auf Neuerwerbungen, denn wie stark der aktuelle Kader ist, wurde laut Schöttel gegen PAOK bewiesen. "Ich gratuliere den Spielern herzlich, sie haben dem großen Druck standgehalten und hervorragend gespielt. Das ist für alle ein richtig schöner Erfolg."

Allerdings wurde der Coch von seinen Schützlingen auch lange auf die Folter gespannt - erst in der 93. Minute gelang Steffen Hofmann das erlösende 3:0. "Nach unserem zweiten Tor hat PAOK noch mehr Druck gemacht. Leider haben wir bis zur Nachspielzeit gebraucht, bis wir den entscheidenden Konter gesetzt haben", sagte der Trainer.

Schöttel war sich bewusst, das Rapid auch vom günstigen Spielverlauf profitierte. "Sehr viel von dem, was wir uns vorgestellt haben, ist eingetroffen. Wir hatten eine gute Anfangsphase, haben im richtigen Moment das 1:0 erzielt und im richtigen Moment das Quäntchen Glück gehabt."

Nur auf Fortuna allein sei der Aufstieg allerdings nicht zurückzuführen, betonte Schöttel. "Im Hanappi-Stadion waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben um jeden Meter gefightet und man hat gesehen, dass wir den Sieg unbedingt wollten. In Saloniki war PAOK zwar deutlich stärker, trotzdem haben wir lange geführt und dann noch eine unnötige Niederlage kassiert."