Erstellt am 12. April 2012, 12:49

Europacup von Sturm Graz nach Cup-Pleite in Gefahr. Der Selbstfaller von Sturm Graz im Viertelfinale des österreichischen Fußball-Cups hat für große Ernüchterung beim Meister gesorgt. Nach der 2:4-Schlappe gegen Erstliga-Schlusslicht Hartberg droht den in der Bundesliga nur fünftplatzierten "Blackies" die Saison völlig zu entgleiten. Dem im Sommer scheidenden Trainer Franco Foda blieb nichts anderes als von einem "bitteren Moment" zu sprechen.

Der Selbstfaller von Sturm Graz im Viertelfinale des österreichischen Fußball-Cups hat für große Ernüchterung beim Meister gesorgt. Nach der 2:4-Schlappe gegen Erstliga-Schlusslicht Hartberg droht den in der Bundesliga nur fünftplatzierten "Blackies" die Saison völlig zu entgleiten. Dem im Sommer scheidenden Trainer Franco Foda blieb nichts anderes als von einem "bitteren Moment" zu sprechen.

Der Missmut der Fans ist derzeit garantiert. Der Sturm-Anhang war auf eine Darbietung ohne Herz offenbar vorbereitet. Und so wurde bereits gegen Ende der regulären Spielzeit ein Transparent mit eindeutigem Aufforderungscharakter affichiert. "11 Hydranten raus, 11 Löwen rein" hieß es da, zudem hallten "Ihr solltet arbeiten gehen"-Sprechchöre durch die heimatliche UPC-Arena. Allein, die Parolen kamen zu spät. Das vorentscheidende Elfer-Tor durch Lukas Mössner in der 113. Minute bedeutete das K.o.

"Die Fans sind völlig zurecht sauer", erklärte der in der 53. Minute eingewechselte Stürmer Rubin Okotie, der sich als einziger Kicker den Medien stellte. "Wir sind Bundesligist und spielen gegen einen Zweitligisten, und der war heute besser als wir." Sturms neuer sportlicher Geschäftsführer Paul Gludovatz erlebte nur einen Tag nach seinem Amtsantritt ein Trauerspiel. "So darf man sich nicht präsentierten. Mich stört die Körperhaltung, die Emotionslosigkeit. Wenn es nach mir geht, hat sowas am Platz nichts verloren", betonte der Ex-Ried-Trainer.

Eine vergleichbare Cup-Pleite - wenn auch gegen einen noch unterklassigeren Gegner - hatte Sturm zuletzt am 12. September 2006 kassiert. Damals unterlagen die "Blackies" unter Neo-Coach Foda in der ersten Runde dem Landesligisten Kalsdorf mit 0:1 - Foda fand die Vorstellung "beschämend".

Ähnliches kam dem Deutschen auch am Mittwoch über die Lippen. "Das war Sturm unwürdig. Wir haben vom Torwart bis zum Stürmer zu wenig in das Spiel investiert. Ich bin jetzt sechs Jahre Sturm-Trainer, aber so enttäuscht wie heute hat mich die Mannschaft nie. Ich muss mich bei allen entschuldigen", erklärte der 45-Jährige, der die Schlappe bis Samstag aus den Köpfen bekommen muss. Da ist ein Heimsieg gegen Salzburg fast Pflicht, wenn man noch in den Europacup kommen will.