Erstellt am 07. Mai 2012, 01:55

Ex-ÖOC-General Jungwirth wegen Untreue vor Gericht. Am Montag startet im Wiener Straflandesgericht der auf drei Tage anberaumte Untreue-Prozess gegen den ehemaligen Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Heinz Jungwirth.

Der 60-Jährige soll zwischen Anfang 2003 und Februar 2009 von ÖOC-Konten insgesamt 2,7 Mio. Euro abgezweigt, auf seine Konten transferiert und für private Zwecke verwendet haben.

Staatsanwalt Andreas Allex spricht in seiner 30-seitigen Anklageschrift von "geplantem und gezieltem kriminellen Handeln". Jungwirth wird sich "nicht schuldig" bekennen und bei seiner bisherigen Verantwortung bleiben, er habe vom ÖOC "keinen Cent" unberechtigt erhalten.

Jungwirth will mit der Vorlage von Unterlagen und Belegen beweisen, dass die inkriminierten Überweisungen auf Basis ihm zustehender Honorarforderungen "gegenverrechnet" wurden, diese Vorgangsweise intern abgesprochen war und dem ÖOC kein Schaden entstanden ist. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem einst mächtigen Sportfunktionär bis zu zehn Jahre Haft.