Erstellt am 04. April 2012, 00:00

Fehlender Mosaikstein. ERSTE LIGA / Kurt Garger ist nicht mehr Trainer in Hartberg. Für den Stremer ist das Stürmerproblem der Hauptgrund.

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VON BERNHARD FENZ

Fünf Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz (derzeit Vienna), sechs Punkte Rückstand auf den ersten fixen Klassenerhaltsplatz (derzeit FC Lustenau): Hartberg steht als aktuell Letzter sportlich mehr denn je mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 0:3 gegen den direkten Konkurrenten FC Lustenau kam es am Tag danach zur Trennung von Cheftrainer Kurt Garger.

Der 51-jährge gebürtige Stremer war in der Vergangenheit unter anderem in Eisenstadt und Parndorf tätig, ehe er erst Dunajska Streda und seit Sommer 2011 Hartberg betreute. Am 30. Juni endet der Vertrag mit den Steirer, bis dahin wird Garger seit dem Gespräch am Samstag beurlaubt.

Warum es sportlich nicht besser gelaufen ist, kann sich der Ex-Internationale leicht erklären: „Wir haben eine neue Mannschaft zusammenstellen müssen. Das wäre nicht das Problem, aber in der Vergangenheit gab es mit Patrick Bürger oder Günther Friesenbichler entscheidende Mosaiksteine in der Offensive. Diese Position fehlt uns in dieser Saison. Denn wir spielen absolut nicht wie ein Absteiger, aber wir verwerten die Chancen wie ein Absteiger – nämlich gar nicht.“

Dass es nun zur Trennung gekommen ist, kommentierte der Burgenländer nüchtern: „Der Druck auf den Obmann wird von außen her größer, zudem ist die Situation auch schon ein mentales Problem. Vielleicht tun sich die Spieler leichter, wenn ein anderes Gesicht von der Bank aus reinschaut.“ Das ist nun übrigens Walter Hörmann.

Zur weiteren Zukunft wollte Garger noch nicht konkret werden: „Ich möchte natürlich im Fußballgeschäft bleiben.“

 

Ex-Trainer: Kurt Garger und Hartberg trennten sich nach dem 0:3 gegen den FC Lustenau.