Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Fingerzeig in Grün-Weiß. TIPP3 BUNDESLIGA / Nach dem 3:0 des SV Mattersburg gegen Salzburg schleicht sich ein nachhaltig positives Gefühl in den Abstiegskampf ein.

„Ich muss kurz mal jubeln…!“: Patrick Bürger hatte allen Grund dazu, fünf Minuten vor Schluss mit dem nackten Finger herumzuzeigen. Der Bad Tatzmannsdorfer brachte seine Mannschaft nach einem Corner durch einen wuchtigen Kopfball mit 2:0 in Führung, Philipp Steiner (l.) gefiel das sichtlich. Am Ende setzte sich Mattersburg gegen Red Bull Salzburg sogar mit 3:0 durch.MICHAEL WELLER  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Der SVM bleibt akut abstiegsgefährdet. Daran hat der klare Erfolg gegen den (derzeit theoretischen) Titelanwärter Salzburg nichts geändert – schließlich trennen den Letzten Kapfenberg und den Vorletzten Mattersburg gerade einmal drei Punkte. Was sich mittlerweile schon geändert hat, sind die Perspektiven.

Die Burgenländer trotzten den großen Mannschaften der Liga kontinuierlich Punkte ab, nun kam auch ein fetter Dreier dazu – kein Nachteil während der länderspielbedingten Meisterschaftspause. Vor allem die Art und Weise sprach gegen Salzburg für die Grün-Weißen: Nach der Pause kamen die Profis – abgesehen von den Toren – auch zu guten Chancen.

Dementsprechend registrierte Franz Lederer die Leistung: „Ich war schon beeindruckt, aber nicht überrascht.“

Martin Pucher wird wieder  ins Pappelstadion gehen

Schließlich wisse der Trainer genau, wozu seine Truppe fähig sei. „Diesmal hat sie das über 90 Minuten gezeigt und auch bewiesen, dass sie mit Disziplin und einer großen Bereitschaft zu Torchancen kommen kann.“ Die Konzentration über die gesamte Spielzeit hinweg – der einfache und doch so schwere Schlüssel. Lederer: „Das Gefühl ist positiv. Leider hängt uns der schlechte Start nach, auch in Ried unterliefen gravierende Fehler, sonst aber konnten wir uns immer wieder gut behaupten – auch wenn wir unterm Strich zu wenig Punkte haben. Von der Art und Weise her wollen wir nun an das Spiel gegen Salzburg anschließen.“ Krankheitsbedingt nicht dabei war Präsident Martin Pucher – er registrierte vor dem Fernseher einen „schönen Sieg. Die Mannschaft findet sich, der Charakter stimmt. Dass es die Spieler können, haben sie gegen die Großen nun schon einige Male bewiesen.“

Übrigens: Der bekanntlich abergläubische Pucher sah keinen direkten Zusammenhang zwischen seinem Fernbleiben und dem Sieg. „In Ried war ich ja auch nicht – und da haben sie furchtbar gespielt“ konterte der SVM-Boss mit einem Schmunzeln. Pucher kann also ruhig wieder ins Pappelstadion gehen. Bis es am 26. November gegen Rapid soweit ist, muss der SVM aber am übernächsten Samstag (19. November) noch in Innsbruck bestehen.