Erstellt am 22. Juni 2015, 21:39

von Bernhard Fenz und NÖN Redaktion

Fix: Hosiner wechselt zu Köln!. Der Eisenstädter Philipp Hosiner wechselt leihweise bis Sommer 2016 von Stade Rennes zum 1. FC Köln. Das gab der deutsche Fußball-Bundesligist am Montagabend bekannt.

 |  NOEN, APA (Archiv)

Auf der Klub-Website der Kölner stand zu lesen: „Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der 1. FC Köln holt den österreichischen Nationalstürmer Philipp Hosiner für die kommende Saison. Er bestand am Montag in Köln den Medizincheck. Der Österreicher kommt für die Saison 2015/16 ablösefrei auf Leihbasis von Stade Rennes zum FC.“

„Für mich schließt sich ein emotionaler Kreis“

Der 26-jährige Stürmer aus Eisenstadt stand bereits im Jänner vor einem Transfer zum Club von Trainer Peter Stöger. Beim medizinischen Test wurde damals aber ein Tumor in der Niere des Angreifers entdeckt – BVZ.at hatte berichtet:


Hosiner musste das befallene Organ daraufhin entfernen lassen. Am 20. April stand der Eisenstädter erstmals wieder auf dem Trainingsplatz, Anfang Mai gab er sein Comeback in der zweiten Mannschaft von Rennes.

„Für mich schließt sich ein emotionaler Kreis und ich bin sehr glücklich, dass es im zweiten Anlauf mit meinem Wechsel zum 1. FC Köln klappt“, wird Hosiner auf der Homepage der „Geißböcke“ zitiert. „Wir haben in den letzten Monaten immer den Kontakt aufrechterhalten. Ich bin dem FC für das Vertrauen sehr dankbar und freue mich darauf, mit meinen neuen Teamkollegen im RheinEnergieSTADION auflaufen zu können.“

Ganz besondere Freude über das Engagement herrschte auch wegen Trainer Peter Stöger, unter dessen Führung der 26-Jährige 2013 mit der Wiener Austria Meister und mit 32 Treffern auch Bundesliga-Torschützenkönig geworden war.

Unter früherem Förderer Stöger am Weg zurück?

„Dass wir von Philipps Qualitäten überzeugt sind und ihn deshalb schon im Winter holen wollten, ist ja bekannt“, betonte Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke. „Es ist schön, dass er wieder fit ist und dass es jetzt mit dem Wechsel zu uns klappt. Philipp macht uns in der Offensive mit seiner Schnelligkeit, seiner Beweglichkeit und seinem Torinstinkt noch einmal flexibler.“

Der Traum von Hosiner erfüllt sich damit genau dort, wo sein Leidensweg begonnen hatte. Ende Jänner hatten die Ärzte beim Medizincheck einen rund zwei Kilo schweren Tumor in der linken Niere entdeckt. Für Hosiner eine Hiobsbotschaft. Der Transfer platzte, der Profi musste sich Behandlungen unterziehen, eine Operation folgte. Hosiner kämpfte sich aber mit viel Ehrgeiz zurück - und wurde nun dafür belohnt.

Unter seinem ehemaligen Förderer Stöger, der in der Saison 2013/14 mit Köln den Bundesliga-Aufstieg geschafft hatte, will Hosiner nun den Sprung zurück ins Rampenlicht schaffen. Schon beim Wechsel von der Admira zur Austria im Herbst 2012 war Stöger treibende Kraft.

Nach dem Wechsel des Austria-Erfolgstrainers nach Köln kam Hosiner nicht mehr richtig auf Touren, mit zwei Toren in der Champions League und 14 in der Liga blieb er dennoch im Gespräch.

Bereits in Jugendzeit in Deutschland gespielt

Nachdem ein Wechsel zu Hoffenheim ein Jahr zuvor am Veto der Austria gescheitert war, holte Rennes den Angreifer schließlich um kolportierte 1,9 Millionen Euro. Beim Ligue-1-Club aus der Bretagne wurde Hosiner aber schon vor seiner Erkrankung nicht glücklich. Für die Franzosen brachte er es nur auf 13 Pflichtspieleinsätze bei einem Tor.

Hosiner spielte bereits in seiner Jugendzeit in Deutschland bei 1860 München, sein Profidebüt gab er dann im Sommer 2009 für den SV Sandhausen.

Es folgten Engagements in seiner Heimat bei der Vienna, Admira und der Austria. Seit Sommer 2014 steht Hosiner bei Stade Rennes unter Vertrag, der noch bis 2017 läuft. In Köln wird Philipp Hosiner mit der Rückennummer 15 auflaufen.

BVZ.at berichtete bereits am Montagvormittag:

Hosiner vor Wechsel zu Köln

Der Eisenstädter Philipp Hosiner steht vor einem Wechsel zum 1. FC Köln. Läuft alles nach Plan, könnte schon bald die Unterschrift folgen.

Damit wäre der 26-Jährige nun doch in der Deutschen Bundesliga, nachdem der Deal zur Mannschaft von Peter Stöger im Winter noch an einem tragischen Schicksal gescheitert war.

Zur Erinnerung: Hosiner hätte von seinem Klub Rennes zu Köln wechseln sollen, im Zuge des Medizinchecks wurde aber ein Nierentumor gefunden. Mittlerweile ist der Stürmer wieder gesund und topfit – jetzt könnte sich also der Kreis schließen.