Mattersburg

Erstellt am 02. Dezember 2016, 05:35

von Bernhard Fenz

„Verkaufen uns nicht so gut, wie wir arbeiten“. Der U16-Trainer ist ab 1. Jänner 2017 offiziell neuer Geschäftsführer Sport der Fußballakademie Burgenland – intern und extern soll dann neuer Schwung folgen.

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Optimieren. Dieses Schlagwort soll den designierten Sportlichen Leiter der Fußballakademie (AKA) Burgenland und sein Team künftig ständig begleiten. Oder, wie Franz Ponweiser bei seiner Vorstellung verkündete: „Ich bin kein Visionär, habe aber viele Ideen, um meinen Optimierungsplan umzusetzen.“

Im Klartext wil Franz Ponweiser, bis dato U16-Trainer und ab 1. Jänner 2017 hochoffiziell als Geschäftsführer Sport im Amt („Eine große Ehre für mich, ich freue mich sehr auf die Aufgabe“) den eingeschlagenen Weg in der AKA nicht verlassen. Das ist fix. Bereits im Sommer 2015 wurde etwa im Betreuerstab personell ordentlich umgerührt.

Davor auf mehreren Baustellen getanzt

Fix ist aber auch: Die Möglichkeiten sollen noch besser genutzt werden. Am Ende soll dann die Qualität gesteigert und die Akademie weiter nach oben gebracht werden. Im Rahmen der vorgegebenen finanziellen und strukturellen Möglichkeiten, versteht sich.

Das wollte vor Ponweiser auch schon Hans Füzi, der im Herbst seinen Abgang ankündigte und ebenfalls ab 1.1. des neuen Jahres seine neue Aufgabe antreten wird – der Eisenstädter kehrt Vollzeit zum Burgenländischen Fußballverband zurück, um sich der Talenteschiene des BFV zu widmen, die die sportlichen Vorstufen der Akademie (FTT, BAZ, LAZ) beinhaltet. Davor tanzte Füzi aufgrund von Tätigkeiten in der AKA, dem BFV und auch dem ÖFB, an mehreren beruflichen Baustellen.

Ponweiser wiederum hat einen auf fünf Jahre befristeten Vertrag für die Akademie, auf die er sich voll konzentrieren will und für die er seine komplette Dienstzeit in Anspruch nehmen kann – quasi eine AKA-Zeitoptimierung.

Er werde freilich seine Tätigkeit als U16-Trainer beenden, bis Jahresende soll sein Nachfolger auf dieser Position feststehen. Auch seinen Lehrerjob an der NMS Theresianum Eisenstadt wird Ponweiser ruhend stellen und sich karenzieren lassen. Statt ihm soll dort Manuel Takacs, im AKA-Betrieb als U15-Co-Trainer tätig, die Aufgaben bei der BFV-Kooperationsschule übernehmen.

Arbeit am Platz bleibt in der Individualschiene

Sehr wohl will der neue Sportliche Leiter aber weiterhin neben den Bürotätigkeiten auch täglich am Platz stehen. „Ich werde individuell mit sogenannten Perspektivspielern arbeiten, die für höhere Aufgaben in Frage kommen und noch mehr gefördert gehören. Jeder Spieler ist anders, darauf wollen wir in Zukunft noch gezielter eingehen. Zudem werde ich auch Positionstrainings leiten.“

Wesentlich sei für den Mittelburgenländer auch die Zusammenarbeit mit dem SV Mattersburg. „Wir müssen es schaffen, noch enger mit dem SVM zu kooperieren, über Spieler zu reden, uns intensiv auszutauschen.“ Und auch die Darstellung nach außen sei nach wie vor verbesserungswürdig: „Unsere Reputation nach außen ist bei den Vereinen top. Das sehen wir alleine daran, dass sich zahlreiche Regionalliga- oder BVZ Burgenlandliga-Klubs um unsere Youngsters reißen. Wir verkaufen uns in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit aber nach außen nicht so gut, wie wir arbeiten.“

Die personelle Rochade mit Hans Füzi spielt Ponweisers „Optimierungsplan“ übrigens gleich ganz gut in die Karten. Aus seinem ehemaligen Vorgesetzten wird so ein Kollege, der die Abläufe in der Akademie bestens kennt und künftig durch die neue Aufgabe noch früher die Talente herausfiltern, fördern und auf die burgenländische Sache vorbereiten soll.

„Ohne Füzi würde ich jetzt nicht hier sein. Er hat mich in die Akademie geholt und wir haben zusammen viel geschaffen. Ich sehe ihn als meinen Mentor,“ sprach Ponweiser bei seiner Bestellung in den höchsten Tönen vom scheidenden Sportlichen Leiter der AKA.