Erstellt am 14. November 2012, 00:00

Frustrierte unter sich. Tipp3 Bundesliga / Mattersburg gegen Rapid ist am Samstag auch das Duell der beiden großen Verlierer vom Wochenende.

Gegensätze: Rieds René Gartler drückte dem 6:1-Kantersieg gegen Mattersburg (im Bild Philipp Steiner, r.) mit drei Toren seinen Stempel auf. Während im Innviertel nach dem Erfolg vorerst wieder alles in Butter ist, brennt beim SVM der Hut. Die jüngste Niederlage war der bisherige Saison-Tiefpunkt.GEPA  |  NOEN
Von Bernhard Fenz

Und runter ging der Vorhang. Nach der bitteren 1:6-Pleite in Ried befanden sich die Verantwortlichen des SVM am Montag auf Tauchstation. Nicht nur das. Damit die Spieler nicht auf falsche Gedanken kommen, wurden sie mit einem Interviewverbot belegt – in sportlich prekären Phasen ist das beim SV Mattersburg gängige Methodik.

Keine Auskünfte also – das halbe Dutzend im Innviertel war am Beginn der Woche scheinbar noch zu allgegenwärtig und bedurfte erst einer intensiven Aufarbeitung.

Welche Lehren und Konsequenzen gezogen wurden, blieb jedenfalls vorerst ein internes Vereinsgeheimnis.

Allzu schwer ist die Faktenlage ohnehin nicht. Drei Punkte aus den letzten neun Partien sind sehr wenig, ein 1:6 am Samstag in Ried war dann gar nichts. Jetzt muss am Samstag gegen Rapid eine Reaktion folgen.

Thorsten Röcher fehlt gegen Rapid Wien 

Trainer Franz Lederer forderte vor dem Spiel im Innviertel noch auf der Vereinshomepage, dass die Mannschaft die defensive Sicherheit vom 0:0 in Graz gegen Sturm mit einer größeren Portion Entschlossenheit in der Offensive kombinieren solle. Heraus kam das Gegenteil. Den guten Vorsatz gilt es dafür am Samstag (18.30 Uhr) gegen Rapid umzusetzen. Personell muss der SVM fix auf Thorsten Röcher verzichten. Der quirlige Mittelfeldspieler kassierte in Ried seine fünfte Gelbe Karte.

Übrigens: Nach dem peinlichen Auftritt der Hütteldorfer beim 0:2 gegen den WAC reisen die Grün-Weißen auch nicht mit viel Selbstvertrauen an. In dieser Kategorie stehen die Chancen somit 50:50. Andi Kamper, Präsidiumsmitglied des SK Rapid: „Es ist schon ärgerlich, dass man derzeit keine Linie sieht.“ Im Zuge einer Sitzung besprach die Rapid-Spitze gestern, Dienstag, aktuelle Probleme rund um den Traditionsklub. Der Neusiedler stellte aber schon vorab klar: „Über den Trainer wird nicht diskutiert.“