Erstellt am 21. Dezember 2013, 23:59

Für 170 Sitzplätze muss ein Dach her. Erste Liga / Parndorf muss aufgrund der Lizenzierungsbestimmungen mehr geschützte Plätze schaffen – nicht die einzige Adaptierung.

830 überdachte Sitzplätze sind nicht genug. Parndorf-Boss Gerhard Milletich muss im Heidebodenstadion aktiv werden. Neben der Kampfmannschaft wird im Zuge der Adaptierungen aber auch der Nachwuchs profitieren.  |  NOEN, Fotos: Fenz
Von Bernhard Fenz

Bereits 2006, konkret im Zuge des erstmaligen Bundesliga-Aufstiegs des SC/ESV Parndorf, wurde die Haupttribüne im Heidebodenstadion links und rechts zusätzlich überdacht sowie mit entsprechenden Einzelsitzen versehen.

Neben diesen 830 überdachten Plätzen wurden gegenüber der Tribüne Zuschauerräume geschaffen. 170 Sitze gibt es auf der einen Seite, auf der anderen Seite finden die Besucher eine kleine Stehtribüne vor. Das zu lösende Problem: Die 170 Plätze sind nicht überdacht – dieses Kriterium muss aufgrund der Bundesliga-Bestimmungen nun aber tatsächlich erfüllt werden. Weil eine Überdachung dieser Plätze aber für die Fernsehübertragung das Sichtfeld auf einen Teil des Spielfelds reduzieren würde, müssen sich Obmann Gerhard Milletich und sein Team etwas einfallen lassen: „Wir müssten etwas Neues erfinden. Aktuell überlegen wir noch, welche Möglichkeit am ehesten in Betracht gezogen werden könnte.“

Winter-Arbeiten in 33 Meter Höhe 

Während die Lösung mit den überdachten Plätzen aber noch bis Sommer dauern könnte, werden bereits im Winter woanders Nägel mit Köpfen gemacht. So wird das 2004 errichtete Flutlicht im Heidebodenstadion adaptiert und überholt. „Eine notwendige Maßnahme nach zehn Jahren“, so Milletich. Übrigens: Diese Notwendigkeit kostet nicht weniger als 60.000 Euro.

Zusätzlich werden hinter den Toren künftig Fangnetze aufgestellt sein. Nicht am Plan steht eine Sanierung des unebenen Spielfelds, das im Gegensatz zu der restlichen Anlage im Heidebodenstadion kein Schmuckstück ist. Milletich rechnet vor: „Wenn man so etwas machen würde, müsste man ja den Platz abtragen und völlig neu errichten. Unter 400.000 Euro kämen wir da nicht durch.“ Nachsatz: „Außerdem macht uns unsere Wiese nur stärker.“

Freuen dürfen sich in jedem Fall auch die neun Nachwuchsmannschaften des SC/ESV. Im Entstehen ist ein neues Kabinengebäude – konkret im Bereich hinter der Matchuhr.

Vertrag mit Daniel Gangl einvernehmlich gelöst 

Am Personalsektor tut sich bis jetzt nicht viel, einen Abgang gibt es aber trotzdem zu verzeichnen. Der Illmitzer Daniel Gangl – er wollte mehr Spielzeit und möchte sich laut Milletich nun verändern – und der SC/ESV einigten sich am Freitag auf eine Vertragsauflösung mit 31. Dezember. Sein Abgang könnte intern -->

kompensiert werden. Denn dass deshalb ein neuer Spieler geholt wird, steht nicht fest.