Erstellt am 05. Juni 2014, 23:59

von Bernhard Fenz

Funke Hoffnung. beim LASK gewinnen. Paul Hafner: „Brauchen nicht mehr zittern.“

Zu wenig: Sebastian Wimmer (l., gegen Ernst Öbster) und der SC/ESV Parndorf verloren gegen den LASK verdient mit 0:1.Schneeweiß  |  NOEN

Den ganz großen Druck muss sich Parndorf nach dem 0:1 am Montagabend nicht mehr machen: Zu klar war die Niederlage, die zwar erst in Minute 85 fixiert wurde, die sich aber schon davor abgezeichnet hatte. Der LASK präsentierte sich als zielstrebige und starke Mannschaft, hatte mehrmals Pech bei Aluminiumtreffern, siegte verdient.

Trotzdem bleibt die Hoffnung bestehen

Zu oft präsentierte sich der SC/ESV in dieser Saison als Wundertüte, die vor allem auswärts immer wieder für Tore gut ist. Bestes Beispiel: Der 4:2-Erfolg beim Derby in Mattersburg. Dennoch sagt Trainer Paul Hafner: „Das 0:1 tut doppelt weh, weil der LASK zu diesem Zeitpunkt auch mit einem 0:0 zufrieden gewesen wäre und wir aus einem Corner nicht so ein Tor kassieren hätten dürfen.“ Radovan Vujanovic staubte da per Kopf nach dem dritten Lattenball (einmal verhinderte noch die Stange einen Treffer von Ivan Kovacec) aus nächster Nähe ab.

Nach vorne vermisste der Chefcoach, dass seine Mannschaft (mit Horvath, Salamon und Markic waren nominell drei Stürmer am Platz) die Bälle besser sichern und sich besser durchsetzen konnte. „Das muss jetzt auch in Linz besser werden, sonst werden wir dort nichts holen.“ Die Ausgangslage ist jedenfalls klar: Parndorf muss gewinnen. Bei einem 0:1 würden die Burgenländer in eine Verlängerung kommen, bei jedem anderen Sieg wäre Parndorf aufgrund der Auswärtstorregel Relegations-Gewinner.

Was laut Hafner für den SC/ESV nach dem ernüchternden 0:1 im Heidebodenstadion spricht? „Gelingt uns ein Tor, dann fängt der LASK womöglich zu zittern an. Wir brauchen nicht mehr zittern.“

Fehlen wird Thomas Jusits, der im Mittelfeld mit beiden Beinen voraus Richtung Gegner rutschte und Rot sah – sehr zum Ärger von Hafner. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum er in dieser Situation so attackiert hat. Der Ausschluss geht in Ordnung.“