Erstellt am 05. Dezember 2013, 14:19

Fußball-Bundesliga-Clubs wählen Ligapräsidenten. Hans Rinner ist seit 7. Dezember 2009 als Präsident der Fußball-Bundesliga tätig. Ob der 50-jährige Ex-Sturm-Graz-Boss sein Amt für weitere vier Jahre ausüben darf, entscheidet sich am Freitag.

Auf der Agenda der 17. Ordentlichen Hauptversammlung im Raiffeisen Forum in Wien steht nämlich auch die Neuwahl des Präsidenten sowie des Aufsichtsrates. Karl-Heinz Kopf steht als Alternative parat.

Das Wahlkomitee, dem neben dem Vorsitzenden Markus Kraetschmer (Austria) auch Volker Viechtbauer (Salzburg) und Erwin Fuchs (Kapfenberg) angehören, erhielt bis zum 8. November die schriftlichen Vorschläge der Clubs und arbeitete dementsprechend einen Wahlvorschlag aus.

Schaden durch Admira-Punktabzug und Wettskandal

Dem Vernehmen nach dürfte es sich dabei um Rinner handeln. Die neun Clubs der Erste Liga (der FC Liefering hat kein Stimmrecht) haben nur ein Nominierungsrecht für die Vizepräsidenten.

Seit Anfang November hat sich das Blatt allerdings etwas gewendet. Rinner hat seinem Ansehen mit Aussagen im Zusammenhang mit dem Manipulationsskandal im heimischen Fußball sowie dem Acht-Punkte-Abzug für Admira Wacker Mödling geschadet, viele Clubs scheinen demnach eine Neubesetzung des Postens zu favorisieren.

Kopf bereit, aber "Kampfabstimmung wird es sicher nicht geben"

Der Zweite Nationalratspräsident Kopf wurde zuletzt immer wieder als möglicher Anwärter gehandelt und bestätigte in Medienberichten nun sein Interesse. "Ich wurde in den letzten Wochen von Bundesligavereinen direkt oder indirekt ersucht, für die nächste Funktionsperiode als Präsident zur Verfügung zu stehen", sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende von Erste-Liga-Tabellenführer Altach.

Für den 56-jährigen ÖVP-Politiker käme das allerdings nur infrage, wenn es im Einvernehmen mit Rinner zu einer Änderung des Wahlvorschlages kommen sollte. "Eine Kampfabstimmung zwischen Präsident Hans Rinner und mir wird es sicher nicht geben", stellte Kopf klar.

Rinner will allerdings scheinbar nicht freiwillig das Feld räumen. "Noch vor sechs Wochen hab' ich von den Club-Präsidenten die breite Zustimmung erhalten. Was soll sich daran geändert haben? Warum sollte ich zurückziehen? Ich kandidiere", sagte der Steirer im "Kurier"-Interview am Mittwoch.